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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Dresden hebt Abfallgebühren ab 2018 an

MeiDresden.de  31.08.2017  14:00 Uhr - Der Kalkulationszeitraum für die Dresdner Abfallwirtschaftsgebührensatzung endet 2017. Die Landeshauptstadt Dresden ist daher zur Neukalkulation verpflichtet. Alle für die Entsorgung der Abfälle anfallenden Kosten sind in den Gebühren zu kalkulieren. In einem Ist- und Prognosevergleich der Kosten und Abfallmengen stehen deshalb die aktuellen Abfallgebühren auf dem Prüfstand. Für den Zeitraum ab 2018 bis 2020 wurden die Abfallgebühren von der Stadtverwaltung neu kalkuliert.

Der Entwurf der neuen Abfallgebühren sieht eine Erhöhung im Gesamtdurchschnitt von 5,5 Prozent vor. Bevor die neuen Abfallgebühren Ende des Jahres dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden, müssen noch die Ausschüsse für Finanzen und Liegenschaften und für Umwelt und Kommunalwirtschaft ihre Zustimmung erteilen. „Eine Gebührenanpassung ist unumgänglich, um die Abfallentsorgung in Dresden auch in Zukunft sicher zu stellen. Das Gebührensystem ist weiterhin so gestaltet, dass jeder Bürger Einfluss auf die Höhe seiner individuellen Gebühren nehmen kann. Abfälle zu vermeiden und richtig zu trennen, zahlt sich aus. Des Weiteren wird damit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung geleistet“, berichtet Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.
Die Gebühren der Bioabfalltonnen und für die Abgabe von Grün- und Gehölzschnitt sollen daher unverändert bleiben. Ebenso ist die städtische Blaue Tonne weiterhin gebührenfrei.

Foto: MeiDresden.de / Bildmontage

Für die Restabfalltonnen ist eine Erhöhung der Grundgebühr von 11 Cent bis 3,45 Euro geplant. Die Entleerungsgebühr soll zwischen 31 Cent und 3,98 Euro pro Entleerung steigen. So würde die monatliche Grundgebühr für den 120-Liter-Behälter um 16 Cent auf 6,04 Euro steigen. Pro Entleerung müssten für die 120-Liter-Tonne künftig 5,17 Euro und damit 37 Cent mehr gezahlt werden. Für Hausabholungen von Elektrogroßgeräten oder Sperrmüll ist ein Anstieg der Gebühr um 1,20 Euro auf 23 Euro geplant.

„Bei der Abfalltrennung gibt es noch weitere Potenziale“, erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. „Wie die aktuelle Analyse des Restabfalls zeigt, sind in ihm ein Drittel Bio- und Grünabfälle, 9,1 Prozent Leichtverpackungen und Kunststoffe sowie zehn Prozent Papier und Pappen enthalten. Dabei könnten sie richtig getrennt viel günstiger und umweltfreundlicher entsorgt werden.“ Außerdem gibt es zahlreiche Angebote, Abfall und Wertstoffe gebührenfrei in den Wertstoffcontainern, bei den Wertstoffhöfen und Abfallannahmestellen der Landeshauptstadt Dresden abzugeben, so zum Beispiel Schadstoffe, Elektroaltgeräte oder bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll pro Haushalt und Halbjahr.

Fehlerhafte Mülltrennung soll in Zukunft bedeutend teurer werden. Für Abfälle, die neben den Abfallbehältern abgelagert werden, erhöht sich die Zusatzgebühr um 7,7 Prozent. Ein großes Problem bei der Verwertung der Bioabfälle stellen Kunststoffabfälle, insbesondere Folientüten dar. Diese Fremdstoffe können bei der Verwertung nur schwer oder nicht entfernt werden und der hergestellte Kompost ist schwer zu vermarkten. Für falsch gefüllte Bioabfalltonnen soll es deshalb eine Erhöhung der Zusatzgebühr um bis zu 3,38 Euro geben.

Ausführliche Informationen zur Abfallvermeidung, -trennung und -entsorgung stehen im Internet unter www.dresden.de/abfall. Außerdem berät das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bei Fragen am Abfall-Info-Telefon (03 51) 4 88 96 33 beziehungsweise per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Quelle: Landeshauptstadt Dresden

 

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