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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Bus der "Meinungsfreiheit" sorgte für Protest

MeiDresden.de  14.09.2017  18:410 Uhr - Auf seiner Tour durch Deutschland machte der "Bus der Meinungsfreiheit" am Donnerstagnachmittag einen Stopp direkt auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Bevor er aber auf den Platz fahren konnte wurde er durch 6 Personen an der Weiterfahrt gehindert. Die Polizei griff durch und schob die "Blockierer" zur Seite. Einer stürtze dabei. Am Bus der "Meinungsfreiheit" waren rund 70 Personen, darunter auch einige mit CSD Fahne. Dies wurde von der Polizei tolleriert, wenn man damit nicht wehte. Ein Agument war; Die Ehe für Alle ist Verfassungswidrig.

Ronald Zenker, CSD Vorstand in Dresden hatte nach bekanntwerden des "Busstoppes" eine Demonstration in Sicht- und Hörweite auf dem Neumarkt angemeldet.
„Vielfalt statt Einfalt“ so lautete das Motto der CSD-Gegendemo auf dem Neumarkt. Rund 120 Personen waren vor Ort. Die Polizei setze eine Linie, über die keiner von der CSD-Gegendemo gehen durfte. Sie wurden eingekesselt.

 



MeiDresden.de fragte beide Seiten nach:
- Hedwig Beverfoerde "Demo für alle"

Was sind die Ziele von „Demo für alle“?
Mit dem Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DEMO FÜR ALLE setzen wir uns für den Schutz von Ehe und Familie sowie für die Wahrung der Elternrechte ein und wenden uns gegen die Indoktrination der Kinder durch Gender-Ideologie und gegen Sexualisierung in Schule und KiTa.
Auf ihrer Webseite schreiben sie: „Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder“ Wie sieht für sie eine Familie aus? Besteht sie im Jahre 2017 nur aus Mann und Frau für sie?

Familie ist das Fundament, die Keimzelle unserer Gesellschaft. Im besten Fall besteht eine Familie aus Mutter, Vater und Kindern. Denn nur die Verbindung von Mann und Frau hat das Potenzial, neues Leben entstehen zu lassen und Leben weiterzugeben. Auch wenn sich das in der Lebensrealität nicht immer so verwirklichen läßt, hat doch jedes Kind nicht nur ein Recht auf Mutter und Vater, sondern auch die tiefe Sehnsucht seine Wurzeln zu kennen und mit seinen Eltern aufzuwachsen, mit ihnen gemeinsam zu reifen und so zu einer stabilen Persönlichkeit heranzuwachsen.



Wie sieht für sie die Sexualisierung unserer Kinder aus?
Sexualisierung beginnt dort, wo Kinder mit scham- und persönlichkeitsverletzenden sowie sexuell stimulierenden „pädagogischen“ Lehrinhalten in Wort, Bild und Ton konfrontiert werden. Schulische Sexualerziehung muß alters- und kindgerecht sein,die Intimsphäre und das Schamgefühl jeden Kindes achten und in enger Absprache mit allen betroffenen Eltern erfolgen.


Ronald Zenker - CSD Dresden:

Kannst du ein kurzes Statement geben zum Thema „Demo für alle?
Wie sieht der CSD Dresden die Vielfalt in Dresden?
Wir sind in den letzten 7 Jahren in Dresden ein ganzes Stück vorwärtsgekommen. Wir werden von einer breiten Mehrmehrheit der Gesellschaft unterstützt – was man an den jährlich steigenden Besucherzahlen des Christopher Street Days, ob bei der Demonstration oder dem Straßenfest, gut feststellen kann. Auch können wir uns auf die Unterstützung durch die Landeshauptstadt verlassen.   

Was möchte der CSD Dresden mit der „Gegendemo“ erreichen?
Wir möchten keine Gegendemo – wir machen eine Demo für Vielfalt in dieser Stadt – und genau dies soll auch unsere Demonstration zeigen. Dresden ist nicht braun – Dresden ist bunt!


Wie ist die allgemeine Situation/Meinung/Erfahrung mit der „Ehe für alle“?
Ehe für Alle - und nun?
Nun gilt es, zu verteidigen, was wir erreicht haben. Nun gilt es, Akzeptanz zu schaffen, wo bisher Toleranz herrschte. Akzeptanz heißt, angstfrei leben zu können.
Ganz man selbst sein zu dürfen. Egal wen man liebt. Akzeptanz schaffen fordert uns alle. Ermöglichen wir der Gesellschaft Erfahrungen.
Denn Angst habe ich doch oft vor Dingen, die ich nicht kenne. Wo das Wissen fehlt, da wachsen Vorurteile.
Hier ist noch weiterhin viel zu tun.
Tun wir es!
In unserem privaten Umfeld, in Beruf und Freizeit.

Welche Position bezieht der CSD zur „Ehe für alle“ und zur Familie mit Man und Frau?
Einfach nur – „Wir sind unverhandelbar!“

Muss man im Jahre 2017 noch über so ein Thema diskutieren?
Eigentlich nicht – aber es gibt noch viel zu „TUN“ – und genau deswegen benötigen wir bundesweit Aktionspläne und Kampagnen um Homo und Transphobie zu begegnen.


 

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