Dresden. Mit einer chronischen Krankheit leben, eine Tumorerkrankung bewältigen, Abhängigkeiten überwinden oder Trauer verarbeiten – eine Selbsthilfegruppe hilft,

Mit einer chronischen Krankheit leben, eine Tumorerkrankung bewältigen, Abhängigkeiten überwinden oder Trauer verarbeiten – die Gründe sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, sind unterschiedlich. In Selbsthilfegruppen engagieren sich Menschen mit gesundheitlichen oder sozialen Problemen, die ihr Leben gemeinsam aktiv in die Hand nehmen und verbessern wollen. Die Gruppenmitglieder profitieren von den gegenseitigen Erfahrungen und dem Austausch. Sie nutzen regelmäßig Fortbildungsangebote zu aktuellen Themen, informieren sich über neue Entwicklungen und verfügen über umfangreiche Fachliteratur. Sie unterstützen sich gegenseitig, sensibilisieren die Öffentlichkeit für ihre besondere Situation, kämpfen gegen Stigmatisierung und kooperieren mit professionellen Fachkräften aus Psychologie, Medizin und Forschung.

 „Selbsthilfe – gemeinsam stark“ ist derzeit auf den City-Light-Plakaten im Dresdner Stadtgebiet zu lesen  Foto: LH DD „Selbsthilfe – gemeinsam stark“ ist derzeit auf den City-Light-Plakaten im Dresdner Stadtgebiet zu lesen Foto: LH DD
„Selbsthilfe – gemeinsam stark“ ist derzeit auf den City-Light-Plakaten im Dresdner Stadtgebiet zu lesen. Damit weist die Landeshauptstadt Dresden auf die wichtige Arbeit der Selbsthilfegruppen hin, geprägt durch Gemeinsamkeit, gegenseitige Achtung und ehrenamtliches Engagement auch während der Corona-Pandemie.
Auf die Frage, wie seine Gruppe mit den aktuellen Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen umgeht, antwortete Klaus-Dieter Schubert, von der Selbsthilfegruppe Lipidhilfe: „Wenn ich etwas möchte, finde ich Wege. Wenn nicht, finde ich Gründe.“ Die Selbsthilfegruppe Lipidhilfe hat einen Weg gefunden. Die regelmäßigen Gruppentreffen finden als Videokonferenz statt. Seit Beginn der Corona-Pandemie wählen immer mehr Selbsthilfegruppen alternative Wege, um miteinander im Austausch zu bleiben, beispielsweise in Form von Telefon- oder Videokonferenzen, mit Hilfe von Social Media, durch regelmäßige Telefonate oder auch mit Abstand in großen Konferenzräumen oder im Freien – je nachdem, welche Form nach der aktuellen Schutzverordnung möglich ist. Persönliche Gespräche werden von den Mitgliedern meist favorisiert.


Der einfachste Weg mit Selbsthilfegruppen in Kontakt zu kommen, besteht darin, das Unterstützungsangebot der städtischen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) zu nutzen. Die KISS berät Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Initiativen und Fachleute kostenfrei zu allen Fragen der Selbsthilfe. Persönliche Gespräche sind derzeit nur nach Terminvereinbarung telefonisch oder per E-Mail möglich.
Interessierte können auch selbst zielgerichtet auf der Internetseite der KISS unter „Selbsthilfegruppen finden“ nach Selbsthilfeangeboten für ihre spezielle Situation recherchieren.

Weitere Informationen: www.dresden.de/selbsthilfe

Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS):
Ehrlichstraße 3 (über Freiberger Straße 18), 01067 Dresden
Telefon 0351-2061985
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sprechzeiten:
Montag, Freitag 9–12 Uhr
Dienstag, Donnerstag 9–18 Uhr
zusätzlich nach Vereinbarung

Quelle: Landeshauptstadt Dresden