Dresden. So sieht der Siegerentwurf für das Neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz aus. Am Montag fand die abschließende Jurysitzung statt.

Am  Montag, 25. Januar 2021, fand die abschließende Jurysitzung im Verfahren des Wettbewerblichen Dialogs zum Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz statt. Zwei unterschiedliche Entwürfe wurden eingereicht und in den letzten Wochen intensiv vorgeprüft. Die Jury hat sich für das Konzept der Firma Ed. Züblin AG in einer Bietergemeinschaft mit der Dressler Bau GmbH entschieden. Als Planer fungieren in einer Bietergemeinschaft Tchoban Voss aus Dresden und Barcode Architects aus Rotterdam. Die Jury bewertete die Entwürfe anhand der Kriterien „städtebauliche Komposition“ und „Architektur“.

Siegerentwurf für Neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gekürtt   Foto: Landeshauptstadt DresdenSiegerentwurf für Neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gekürtt Foto: Landeshauptstadt Dresden

Trotz kontroverser Diskussion einzelner Jurymitglieder erkannte eine klare Mehrheit der Jurorinnen und Juroren eine überzeugende architektonische Lösung. Baubürgermeister Stephan Kühn: „Ausschlaggebend für die Juryentscheidung waren eine prägnante Fassade, die durch ihre bewusst gewählte Farbigkeit und Materialität zwischen dem historischen Dresden und einem zeitgenössischen, modernen Erscheinungsbild vermitteln und so die Identität des Ortes stärken wird. Der Eingangsbereich am Ferdinandplatz wirkt offen und transparent. Das kompakte Volumen wird aufgelöst durch zwei Lichthöfe, wobei der eine mit einem großzügigen Gebäudeausschnitt – einem Stadtfenster – Verbindung zur Umgebung schafft.“

Ebenfalls ein klares Mehrheitsvotum gab es trotz teilweise gegenteiliger Auffassung zur städtebaulichen Komposition: „Die Jury hat die überzeugende städtebauliche Komposition mit einer repräsentativen Feindifferenzierung gewürdigt. Das solitäre Gebäude bildet einen bewusst gesetzten Gegenpol zum gegenüberliegenden Neuen Rathaus. Städtebaulich werden wir einen bislang vernachlässigten Ort im Herzen der Stadt aufwerten und mit einer adäquaten Freiflächengestaltung Aufenthaltsqualität schaffen. Damit steigern wir auch die Innenstadt in ihrer Attraktivität“, so Kühn.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Das ist ein Meilenstein auf unserem Weg zu einer modernen bürgerfreundlichen Verwaltung. Bis 2025 wird das Neue Verwaltungszentrum bezugsfertig sein. Es wird ein Ort sein, an dem Verwaltung, Stadtgesellschaft und Politik zusammen- und miteinander ins Gespräch kommen. Eine Agora als zentraler Empfangs- und Begegnungsraum ermöglicht den persönlichen Kontakt und schafft einen Ort für bürgerschaftliches Engagement.“

Die Dresdnerinnen und Dresdner konnten sich in einer Online-Umfrage vor der Juryentscheidung zu beiden Wettbewerbsbeiträgen äußern. Gefragt war ihre Meinung zum äußeren Erscheinungsbild. Fast 5.900 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich und sprachen sich mit einer deutlichen Mehrheit für den Wettbewerbsbeitrag aus, der auch die Jury überzeugte. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung wurden den Jurymitgliedern für die finale Jurysitzung zur Verfügung gestellt. „Der Juryentscheid und die Bürgermeinung liegen auf einer Linie. Das ist eine gute Voraussetzung für die Akzeptanz unseres Neues Verwaltungszentrums“, freut sich der Oberbürgermeister.

Siegerentwurf für Neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gekürtt   Foto: Landeshauptstadt DresdenSiegerentwurf für Neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gekürtt Foto: Landeshauptstadt Dresden

Baubürgermeister Stephan Kühn: „Damit ist der Wettbewerbliche Dialog abgeschlossen und der erste Preisträger wird als Totalübernehmer mit der Planung und dem Bau des Neuen Verwaltungszentrums beauftragt. Erteilt wird der Auftrag über die KiD - Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG.“

Die Jury setzte sich aus 13 stimmberechtigten Vertretern der Stadtverwaltung und Stadträten aller Fraktionen zusammen, von denen zwölf Jurorinnen und Juroren anwesend waren. Von Seiten der Stadt nahmen Oberbürgermeister Dirk Hilbert teil, Baubürgermeister Stephan Kühn als Juryvorsitzender sowie Verwaltungsbürgermeister Dr. Peter Lames und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Ebenso waren nicht stimmberechtigte Gutachter und Berater aus dem Bereich Städtebau und Architektur anwesend, um die Jury fachlich zu unterstützen.

Wettbewerblicher Dialog
Der Wettbewerbliche Dialog ist eine Möglichkeit der öffentlichen Ausschreibung, bei der die Aufgabe nicht eindeutig beschreibbar ist und nach innovativen Lösungen gesucht wird. Für das Neue Verwaltungszentrum bestand die Herausforderung darin, die Verwaltung in zukunftsfähigen Bürokonzepten unter den Gesichtspunkten einer weitestgehenden Digitalisierung der Prozesse unterzubringen.

Auf dem Ferdinandplatz soll bis 2025 das Neue Verwaltungszentrum entstehen. Die Dresdnerinnen und Dresdner erhalten so eine zentrale Anlaufstelle und kurze Wege bei Grundstücksanfragen, Bauanträgen oder Anliegen zu Mobilität und Klimaschutz. Mit der Wirtschaftsförderung und dem Fundbüro sind zwei weitere wichtige und häufig nachgefragte Dienstleistungen an diesem Ort zu finden. Die Agora als zentraler Empfangs- und Begegnungsraum ermöglicht den persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und Verwaltung und schafft einen Raum für bürgerschaftliches Engagement.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden