Dresden. Am Sonnabend führte die Polizei in Dresden eine Einsatz anlässlich eines Autokorso durch. Es kam zu diversen Straftaten und Auseinandersetzungen.

Kurz vor 15.30 Uhr setzten sich etwa 480 Fahrzeuge an der Pieschener Allee in Bewegung und fuhren einen ca. 26 km langen Rundkurs durch die Stadt. Nach der Rückkehr zum Ausgangsort beendete der Versammlungsleiter die Versammlung. Der Autokorso verlief friedlich. Einzelne Störversuche von außen durch Personen oder kleine Personengruppen, wurden von der Polizei unterbunden. Zur größeren Störung kam es nicht.

Im Stadtgebiet kam es teilweise zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Außerdem fertigten die Einsatzkräfte je eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Nötigung sowie sechs Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung. Insgesamt waren rund 110 Beamte im Einsatz.

Im Nachhinein sind der Polizei mitunter Sachverhalte bekannt geworden, bei denen es zu Straftaten im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen kam.

Während des Autokorsos wurde gegen 16.15 Uhr eine Auseinandersetzung auf der Reichenbachstraße bekannt, bei denen Versammlungsteilnehmer mit zwei Radfahrern aneinander gerieten, die zuvor den Aufzug blockierten. Gegen 17.00 Uhr verhinderten vier Radfahrer auf der Augsburger Straße die Weiterfahrt von Teilen des Autokorso. Ebenso kam es später auf der Bautzner Straße zu Blockadeaktionen von einzelnen Personen, die von der Polizei beendet wurden. In diesem Zusammenhang wurde die Beschädigung eines Autos durch Steinwurf bekannt (bereits als Sachbeschädigung vermeldet). Am Aufzugsende im Bereich der Marienbrücke kam es zudem zu einem weiteren Steinwurf auf die Versammlung. Tatverdächtige oder geschädigte Personen sind hierzu nicht bekannt.

Zwischenzeitlich ist eine weitere Anzeige wegen Sachbeschädigungen bekannt geworden. Weiterhin liegt eine Anzeige wegen Körperverletzungen vor, weil Teilnehmer der Versammlung mit körperlicher Gewalt gegen Versammlungsgegner vorgingen. Die Polizei ermittelt in allen bekannten Fällen und bereitet den Einsatz nach.

Im Rahmen der Absicherung des Versammlungsgeschehens wurde ein Polizeibeamter der Verkehrspolizei durch einen unbeteiligten Dritten angefahren und leicht verletzt.

In Zusammenhang der benannten Straftaten und der Versammlung sucht die Polizei Zeugen, die Angaben zu Vorfällen machen können oder selbst geschädigt wurden. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen

Quelle: Polizei Dresden