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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - 9 Jahre und noch immer nicht satt - - Ein Interview zum Geburtstag von MEIDRESDEN.DE mit Mike Schiller -

Meidresden ist stolze 9 Jahre alt. Eine gute Gelegenheit, einem lieben Kollegen und Freund, Rede und Antwort zu stehen. Sind wir Sachsen wirklich rechts? Wie hat sich der Journalismus in den letzen Jahren verändert und was halte ich von Fake-News! Meine Antworten auf all diese Fragen, lesen in dem exklusiven Interview zum Geburtstag. Ich hoffe, es gefällt Ihnen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und lernen Sie mich noch ein Stück besser kennen! Ihr Mike Schiller

J: Mike, neun Jahre „MEIDRESDEN.DE. Berührt dich so ein Geburtstag noch?
M: Natürlich! Wäre ja auch schlimm, wenn das anders wäre.

J: Versuch mal dein Gefühl am heutigen Tag zu beschreiben! Bist du stolz? Glücklich?
M: Dankbar! Ja, ich glaube, dankbar trifft es am besten. Ich bin dankbar, dass ich diese Arbeit machen kann und, ich bin dankbar, dass sie von den Menschen da draußen angenommen wird. MEIDRESDEN.DE wird gelesen und ist in der Stadt bekannt. Ok, das macht auch ein wenig stolz.

J: Lass uns mal zurückschauen. Hat sich deine Arbeit seit ihren Anfängen verändert?
M: Auf jeden Fall. Die Menschen haben sich verändert und ich selbst mich auch. Die Situation in unserem Land ist eine andere. Die Sorgen und Ängste der Menschen haben sich verlagert. Die Presse ist verhasst und als Lügner verschrien....

J: Merkst du das bei deiner Arbeit?
M: Es gibt niemanden der das nicht merkt. Ich stehe mit meinen Beiträgen heute sehr viel schneller in der Kritik als früher und auch der Ton ist ein ganz anderer. Man wird in einer Art und Weise beschimpft und beleidigt, wie es sie früher nicht gab.

J: Woran glaubst du liegt das?
M: Dafür gibt es viele Gründe. Die Presse hat in den letzten Jahren sicher nicht nur einmal versagt. Wenn ich an die Silvesternacht in Köln denke und daran, was die Presse letztlich darüber berichtet hat, dann war das nicht gut und da hat der Journalismus in seiner Glaubwürdigkeit massiv verloren. Wir haben auch eine andere Streitkultur entwickelt. Wenn du heute etwas schreibst, was dem Leser nicht gefällt, dann wettert er los und hält dagegen. Das ärgert mich ...

J: Weil?
M: Weil, es meine Aufgabe als Journalist ist, die Wahrheit zu suchen und nicht einfach das zu schreiben, was Herr Meyer beim Frühstück gerne lesen möchte. Nur weil eine bestimmte Nachricht unbequem oder nur schwer zu ertragen ist, ist sie noch lange keine Fake-News!

J: Nervt dich der Begriff "Fake-News"?
M: Mich nervt was daraus gemacht wird. Nicht alles, was dir oder mir nicht gefällt ist eine Fake-News. Auf der anderen Seite ist es heute wirklich wichtig, Meldungen zu hinterfragen und sie zu überprüfen.

J: Und wie geht das? Kannst du garantieren, dass es bei MEIDRESDEN.DE keine Fake-News gibt?
M: Nein! Das zu garantieren wäre gelogen. Es kann auch mir passieren, dass ich einer Falschmeldung auf den Leim gehe, aber ich kann sagen, dass das Risiko sehr gering ist. Ich arbeite mit namenhaften Agenturen zusammen und kann sehr genau belegen, woher meine Meldungen kommen. Wenn es zu einer bestimmten News keinen Verfasser gibt, dann lasse ich meine Finger davon! Vieles recherchiere ich ohnehin selber. Ich bin fast täglich draußen und auf der Straße.

J: Aber, hast du da nicht Angst vor Angriffen oder Anfeindungen?
M: Was? Nein! Warum sollte ich? Es gibt als Journalist nichts besseres, als sich für die Menschen draußen sicht- und greifbar zu machen. Bei mir sitzen nicht die Gebrüder Grimm im Keller und schreiben von Rotkäppchen, sondern ich bin bei den Menschen auf der Straße und jeder kann mit mir sprechen, auch kritisch. Wir haben viel zu lange unsere eigene Meinung nicht sagen dürfen und hinter einer Mauer gelebt. Wenn ich jetzt anfange, mich zu verstecken, weil ich Journalist bin, dann läuft hier aber wirklich etwas ganz falsch!

J: Sprechen wir doch mal über deine Heimat. Sachsen steht in diesen Tagen einmal mehr am Pranger der Öffentlichkeit, weil ...
M: Weil hier alle rechts sind, ich weiß! Ganz ehrlich? Ich kann das nicht mehr hören. Wenn ich sehe und lese, was aus uns in den großen Medien gemacht wird, dann kriege ich zu viel. Geh doch mal mit offenen Augen durch unsere Stadt. Du glaubst gar nicht, wie weltoffen und frei wir hier in Dresden sind.

J: Also keine Rechten?
M: Doch! Natürlich! Die gibt´s! Die gibt es aber anderswo auch. Stell dir vor, in Italien regieren sie sogar. Aber deswegen sind doch nicht alle Italiener Faschisten. Wir sind tolle Menschen hier und ich bin stolz für sie schreiben zu dürfen. Man sollte nie den Fehler machen sie alle in einen Topf zu werfen.

J: Und PEGIDA?
M: PEGIDA ist genau das, was ich gerade gesagt habe. Da werden alle in einen Topf geworfen. Natürlich gibt es da Spinner und für die haben wir auch klare Gesetze, um sie in die Schranken zu weisen. Aber es gibt auch viele, viele Menschen die hier mitlaufen, weil sie einfach ihren Unmut über die Regierung, die Situation im Land und die aktuelle Politik zum Ausdruck bringen wollen und das ist völlig legitim. Diese Freiheit steht sogar im Grundgesetz.

J: Ok, schauen wir mal das letzte Jahr! Was war gut? Was war schlecht?
M: Terence Hill war gut. Sehr gut sogar. Das sind die Momente, wo du dir als Journalist auf die Schulter klopfst und sagst: „Junge, du hast den geilsten Job der Welt“. Da stehst du plötzlich dem Held deiner Kindheit gegenüber. Das war wirklich toll. Richtig, richtig toll. Und dann sicher auch „Alarm für Cobra11“, wo du mit den Hauptdarstellern sprechen und sie bei ihrem Dreh in Dresden begleiten kannst. Das sind wirklich die ganz besonderen Momente, denn ihn bist du nicht nur als Mensch den Stars ganz nah, nein auch als Journalist einer kleinen Redaktion! Was soll ich sagen? MEIDRESDEN.DE war und ist da!

Und schlecht? Lass mich mal überlegen! Ach hier, der 25.Mai, der Tag an dem die DSGVO in Kraft trat. So ein Schwachsinn, so ein Unfug. Ich habe selten so einen Mist erlebt und mich so sehr über ein Gesetz geärgert wie da. Das hat doch irgendwer erfunden und geschrieben, der noch nie künstlerisch oder journalistisch tätig war. Irre.

J: Kommen wir zum Ende. Was sind deine Wünsche für das 10.Jahr?
M: Boah, überleg mal, im nächsten Jahr wird „MEIDRESDEN.DE“ zweistellig. Das ist das verrückt. Meine Wünsche? Ich wünsche mir, dass die Menschen mich weiter schätzen und ich umgekehrt nie vergesse, was ich ihnen zu verdanken habe! Als Journalist lebst du von deinen Lesern und die habe ich. Als Journalist lebst du von Menschen, die mit dir reden und dir ihre Geschichte erzählen.

Auch die habe ich und wenn es dann noch eine Story ist, die du nur bei mir lesen kannst, dann bin ich glücklich. Das wünsche ich für das nächste Jahr, dass das so weitergeht und auch, dass ich mit meinen Kollegen und Freunden erfolgreich weiter arbeiten kann. Ihnen allen geht mein großer Dank für 9 Jahre „MEIDRESDEN.DE“=

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