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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Widerstand bei Umzug einzelner Bewohner des Übergangswohnheims in Dresden-Pieschen

MeiDresden.de  21.08.2019 08:35 Uhr - Es ist das Thema in Dresden. Der Umzug einzelner Bewohnerinnen und Bewohner des Übergangswohnheims Hubertusstraße 36c. Sie sollen in die Einrichtung Zur Wetterwarte 34 umziehen. Da regte sich in der Vergangenheit Widerstand bei den Bewohnern. Auch Rollstuhlfahrer René (40) sollte am Mittwoch umziehen. Nun hat man ganz kurzfristig entschieden ihn erst im September umzuziehen. Erste Demonstranten gegen den Umzug sind eingetroffen. Die Lage ist ruhig...

09:04 Uhr - Aktivisten wollen, sollte ein Bus und oder co. kommen, eine Sitzblockade machen, so das dieser nicht auf das Gelände kommt. Angemeldet ist eine Versammlung bis derzeit 13 Uhr ...

09:30 Uhr - Sollten bereits Bewohner des Heimes in einem Bus sitzen, wolle man diesen auch durchlassen.

Warum wollen die Bewohner des Heimes nicht umziehen? Dafür gibt es zwei Hauptgründe.  Der erste wäre, dass die Bewohner sich in den Heim wohlfühlen, Sie sind angekommen sagte ein Bewohner zu MeiDresden.de am Mittwoch. Auch eine Anwohnerin bestätigte, dass es ruhig zugeht. Der andere Grund ist das die Wetterwarte sehr weit von der Zivilisation steht. Auf gut deutsch. Sie liegt "am Arsch der Welt", sagte ein Versammlungsteilnehmer auf Nachfrage.

Die Landeshauptstadt Dresden teilte auf Nachfrage mit:

"Einzelne Bewohnerinnen und Bewohner des Übergangswohnheims Hubertusstraße 36c werden umziehen - überwiegend in die Einrichtung Zur Wetterwarte 34 -, soweit dies mit Blick auf die individuellen Bedarfe angezeigt ist. Es geht insbesondere um Wohnungslose mit ausgeprägter Suchtproblematik und wohnungslose Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen und pflegebedürftig sind. Das Heim Hubertusstraße in Pieschen hat nicht ausreichend Kapazität für Bewohner mit derart hohem Betreuungs- und Pflegebedarf. Entsprechend der Leitlinien der Dresdner Wohnungsnotfallhilfe (s. Wohnungsnotfallhilfekonzept, S. 13) ist das Sozialamt kontinuierlich bestrebt, die bestmögliche Unterbringung für die Betroffenen zu finden bzw.
zu organisieren. Dazu werden die vorhandenen Ressourcen, der vorliegende Bedarfe und die bestehenden sozialen Beziehungen berücksichtigt.

Für den Umzug spricht außerdem noch ein weiterer Fakt: Das Übergangswohnheim am Emerich-Ambros-Ufer muss dringend saniert werden (Maßnahme B.3). Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird das Heim am Emerich-Ambros-Ufer über mehr Einzelzimmer verfügen, darunter auch solche für Bewohner mit Hund. Bis Ende September müssen die dortigen Bewohner ausziehen, damit die Bauarbeiten planmäßig beginnen können. Es ist vorgesehen, dass das Gros der Bewohner in das Heim an der Hubertusstraße zieht, weil hier das Platzangebot gut zum Unterbringungsbedarf der Wohnungslosen passt.

Die Personen, für die ein Umzug in das Wohnheim Zur Wetterwarte 34 in Betracht kommt, wurden insbesondere anhand folgender Kriterien ermittelt:
- Zugehörigkeit zum Personenkreis der chronisch mehrfach abhängigkeitsgeschädigten Menschen bzw. eine entsprechende Verdachtsdiagnose,
- bestehende bzw. zu erwartende Pflegebedürfigkeit sowie damit einhergehender Pflege- und Betreuungsbedarf - und
- Abhängigkeit der Personen von Mobilitätshilfen wie Rollator oder Rollstuhl.
Darüber hinaus wurden die sozialen Beziehungen unter den Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt. Dadurch sollen förderliche Sozialstrukturen erhalten bleiben".

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