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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Lufthansa - Flugbegleiterstreiks im Juli

MeiDresden.de  20.06.2019  10:54 Uhr - Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kündigte am Donnerstag an, dass sie Arbeitskämpfe im Tarifkonflikt mit dem Lufthansa-Konzern ausrufen wird. Hierfür werden zunächst Urabstimmungen in den Flugbetrieben Eurowings und Germanwings durchgeführt. Für die Muttergesellschaft Lufthansa werden derzeit noch Tarifforderungen verfasst, die dann ebenfalls zur Urabstimmung gestellt werden. 

"Lufthansa hat es geschafft, entgegen jeglicher Vernunft und Aktionärsinteressen, die Tarifkonflikte mit ihren Mitarbeitern bewusst zu eskalieren". Die endgültige Absage sämtlicher Gespräche mit UFO ist dabei nur die Spitze des Eisbergs", erklärt Daniel Flohr, stellvertretender Vorsitzender und Tarifvorstand. „Diese Front könnte Lufthansa sehr einfach beseitigen und damit uns Flugbegleitern, den Passagieren und den Aktionären eine zusätzliche Sorge in diesem Sommer ersparen.“  

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

In den letzten neun Monaten gab es lediglich drei Begegnungen zwischen UFO und der Muttergesellschaft, zuletzt im Februar. Am vergangenen Freitag erklärte Lufthansa schließlich alle Gespräche mit UFO im gesamten Konzern für beendet. "Dieser Vorgang ist einmalig in der Geschichte der Gewerkschaften in Deutschland. Gerade in den Eurowings-Betrieben haben wir bis zuletzt verhandelt und aus der Schlichtung von 2017 fertige Vereinbarungen vorliegen. Wegen der Direktive aus der Konzernzentrale, werden wir für bereits fertig verhandelte Vereinbarungen streiken müssen. Auch das gab es wohl noch nicht in dieser Republik. Absurd ist das Verhalten des Konzerns allemal - und mindestens fahrlässig noch dazu", zeigt sich Flohr verwundert über die Haltung des Konzerns.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

UFO war in den letzten Monaten immer wieder Gegenstand von Presseberichten aufgrund von internen Konflikten. "Wir haben damit natürlich ein Einfallstor geliefert", erklärt Sylvia de la Cruz, Vorsitzende der UFO. "Allerdings nutzt der Konzern die internen Auseinandersetzungen jetzt als Feigenblatt, um sich ungeliebter Tarifverträge zu entledigen. Es ist und bleibt eine vermeidbare Auseinandersetzung, gerade in den Eurowings-Betrieben. Allerdings verlangen unsere Mitglieder nach notwendigen Verbesserungen. Und nach erfolglosen Verhandlungen verbleibt nur noch ein Mittel - der Arbeitskampf", so de la Cruz weiter.

Die ersten Urabstimmungen sollen zwei Wochen dauern und in der nächsten Woche beginnen. Nach Abschluss der Urabstimmungen wird UFO dann die ersten konkreten Streiktermine nennen, die noch im Juli liegen werden.

Quelle: UFO

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