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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Klinikbetten für Corona-Patienten werden ab sofort zentral vergeben
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MeiDresden.de  26.03.2020  14:45 Uhr - Die am Dienstagmittag (24. März) gestartete „Zentrale Krankenhausleitstelle Corona Dresden / Ostsachsen“ hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Im Auftrag des Freistaats Sachsen hat das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden in nur vier Tagen dies Einrichtung aufgebaut. Sie stellt sicher, dass schwer erkrankte Patienten mit bestätigter COVID-19-Infektion oder deutlichen Anzeichen dafür, den Notwendigkeiten entsprechend stationär versorgt werden.

Die neue Krankenhausleitstelle arbeitet mit allen Krankenhäusern der Region zusammen, die aktuell insgesamt 6.334 Betten – darunter 288 Intensivbetten – gemeldet haben. Auch die zwei Integrierten Regionalleitstellen Dresden und Ostsachsen sowie alle Ärztlichen Leiter der Rettungsdienste sind in das zentrale Vergabesystem voll integriert. Damit wird sichergestellt, dass die Patienten je nach Schwere ihrer Erkrankung und ihres Zustands in das Krankenhaus eingeliefert werden, welches sie am besten behandeln kann. Auf diese Weise lassen sich zudem Überbelegungen einzelner Kliniken ebenso vermeiden wie die zu erwartende aufwändige Suche der einzelnen Rettungs-Teams nach einem geeigneten Krankenhausbett.


Am Mittwoch (25. März) nahm die Krankenhausleitstelle bereits 61 Anrufe entgegen und vermittelte 15 Patienten in die entsprechenden Kliniken. Der schnelle Aufbau der Krankenhausleitstelle und der dazu notwendigen Regularien durch ein im Katastrophenschutz geschultes und erfahrenes Team des Dresdner Uniklinikums hat Vorbildcharakter. Das Team um den Unfallchirurgen Privatdozent (PD) Dr. Christan Kleber unterstützt nun mit seinem Know-how den Aufbau modifizierter Strukturen in Chemnitz und Leipzig.

Nach der am Freitagnachmittag (20. März) in der Staatskanzlei gefallenen Entscheidung, die Vergabe der Krankenhausbetten für Patienten mit bestätigter COVID-19-Infektion oder deutlichen Anzeichen dafür in den drei Regionen Nordsachsen (Leipzig), Westsachsen (Chemnitz) sowie dem Großraum Dresden mit Ostsachsen zu zentralisieren, ist es den Teams des Dresdner Uniklinikums gelungen, in knapp vier Tagen die „Zentrale Krankenhausleitstelle Corona Dresden / Ostsachsen“ zu etablieren und den Betrieb aufzunehmen. Dafür wurden sieben Arbeitsplätze in einem Konferenzraum eingerichtet, die jeweils mit Computern und Telefonen ausgestattet sind.

Foto: PR

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In derselben Zeit entwickelte das Team ein System, das die in den Kliniken verfügbaren Betten ebenso registriert wie die durch die Rettungsteams gemeldeten Patienten. Derzeit sind es maximal sechs Disponenten und ein Lagedienstführer, die aufgrund dieser Basis im direkten Austausch mit den Notfallteams vor Ort ein geeignetes Krankenhaus für die Patienten auswählen. Die in diesem Rahmen getroffenen Entscheidungen orientieren sich an den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und medizinischen Fachgesellschaften herausgegebenen Empfehlungen und berücksichtigen die bereits getroffenen Vereinbarungen zu den lokalen Gegebenheiten.

Quell: Uniklinikum Dresden

 

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