Mit großer Trauer schaut Dresden auf ein Verbrechen, welches sich am 4 Oktober 2020 an der Schloßstraße in Dresden ereignete. Nun fordert man eine Gedenktafel aufzu-stellen!

Am 04.Oktober sind zwei Männer (53, 55) schwer verletzt auf der Schlossstraße aufgefunden worden. Sie wurden umgehend in Dresdner Krankenhäuser gebracht. Der 55-Jährige verstarb wenig später nach einer Messerattacke. Hintergrund der Tat war, dass der 20-jährige Syrer Abdullah A.H.H. beschuldigt wird , aus islamistischen Motiven den 55-jährigen Krefelder Thomas L. erstochen und seine Freund mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Zum Tatmotiv schweigen die Behörden. 

CSD Dresden fordert Gedenktafel für schwules Terroropfer   Ronald Zenker vom CSD legt einen Kranz nieder   Foto: MeiDresden.deCSD Dresden fordert Gedenktafel für schwules Terroropfer Ronald Zenker vom CSD legt einen Kranz nieder Foto: MeiDresden.de

Nun hat der CSD Dresden e.V. angeregt eine Gedenktafel für die Opfer aufstellen zu lassen. Die Tafel soll am Tatort Schloßstraße errichtet werden. Dazu wird sich Ronald Zenker vom CSD Dresden e.V. mit OB Dirk Hilbert treffen. Auch die FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat fordert einen Erinnerungsort für die Opfer des Messerattentats zu errichten.

CSD Dresden fordert Gedenktafel für schwules Terroropfer   Foto: MeiDresden.deCSD Dresden fordert Gedenktafel für schwules Terroropfer Foto: MeiDresden.de

Am 01.November setzte der CSD Dresden e.V. ein klares Zeichen mit einer Schweigeminute und Kranzniederlegungen gegen Schwulenhass und Homophobie. (MeiDresden.de berichtete zum Teil LIVE)

Beitrag dazu: https://meidresden.de/2-dresden/4878-kranz-und-blumenniederlegungen-an-der-schlossstrasse

Holger Hase, kulturpolitische Sprecher der Fraktion, äußert sich wie folgt dazu:
"Was am 4. Oktober im Herzen unserer Stadt geschehen ist, darf nicht totgeschwiegen werden. Für die Vielfalt der Lebensentwürfe einzustehen, bedeutet eben nicht nur, an schönen Tagen die Regenbogenfahnen zu hissen, sondern auch hinzusehen und aufzustehen, wenn Homophobie und religiöser Extremismus in unserer Stadt Menschenleben fordern. Wir danken deshalb dem CSD Dresden e.V. für die Ausrichtung der Gedenkveranstaltung Anfang des Monats, die ein klares Signal gesetzt hat. Der Gedanke, einen würdevollen Erinnerungsort für die Opfer des Anschlages an der Schloßstraße zu schaffen, liegt auch uns sehr am Herzen.

Der von uns erarbeitete Stadtratsantrag beauftragt den Oberbürgermeister, in Abstimmung mit den Hinterbliebenen von Thomas L. ein Konzept für einen solchen Erinnerungsort zu entwickeln, der uns nicht nur an den Anschlag erinnert, sondern auch mahnt, dass die Werte, für die wir einstehen, verteidigt werden müssen.