Am Rande einer Tiefdruckzone über dem Nordostatlantik und dem Europäischen Nordmeer wird mit einer westlichen Strömung milde Meeresluft nach Sachsen geführt.

Am Mittwoch heiter, niederschlagsfrei. Sehr mild bei maximal 11 bis 14, im Bergland 8 bis 11 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Ostsachsen teils böig auffrischender Wind aus südlichen Richtungen.  In der Nacht zum Donnerstag zunächst gering bewölkt oder klar, später von Westen her Aufzug starker Bewölkung, im Leipziger Raum geringer Regen. Temperaturminima 9 bis 6, im Bergland bis 3 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Ostsachsen weiterhin mitunter frischer Süd- bis Südwestwind. Sachsenwetter: Unbeständig und mild   Foto: MeiDresden.deSachsenwetter: Unbeständig und mild Foto: MeiDresden.de

Am Donnerstag stark bewölkt, gelegentlich Regen. Höchstwerte 10 bis 13, im Bergland 6 bis 10 Grad. Mäßiger bis frischer Südwestwind mit Windböen, auf dem Fichtelberg Sturmböen.  In der Nacht zum Freitag teils stark, teils gering bewölkt, örtlich etwas Regen, im höheren Bergland geringfügiger Schneefall.
Tiefstwerte 4 bis 1 Grad, im Bergland mitunter leichter Frost.
Mäßiger West- bis Nordwestwind.

Am Freitag wechselnd bis stark bewölkt, gelegentlich Schauer, im Bergland teilweise als Schnee. Höchsttemperaturen zwischen 5 und 8, im Bergland 0 bis 4 Grad. Schwacher bis mäßiger Westwind. In der Nacht zum Samstag im Mittelgebirgsraum gebietsweise stark bewölkt aber auch dort kaum noch Schauer, sonst locker bewölkt, zeitweise klar. Tiefsttemperaturen zwischen 2 und -3 Grad. Schwacher Südwestwind.

Sachsenwetter: Unbeständig und mild   Foto: MeiDresden.deSachsenwetter: Unbeständig und mild Foto: MeiDresden.de

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 17.11.2020, 11:30 Uhr - "Ex-Hurrikan ETA, der als normales Sturmtief von Schottland über die Nordsee nach Skandinavien zieht, bestimmt unser Wetter in den nächsten Tagen. Auf seiner Vorderseite dreht die Strömung auf Süd, dabei wird noch mal subtropische Luft herangeführt. So bringt uns der Ex-Hurrikan zunächst den Novemberfrühling zurück. Zwar werden dieses Mal keine Rekorde gebrochen, aber bei vielerorts Sonnenschein und Höchstwerten von 12 bis 18 Grad wird es für die Jahreszeit ungewöhnlich mild. Doch das warme Wetter bleibt uns nicht lange erhalten, denn am Donnerstag überquert uns die Kaltfront von Ex-Hurrikan ETA.
Auf ihrer Rückseite wird subpolare Luft herangeführt. Diese ist jedoch durch den mehr als 10 °C warmen Atlantik bereits stärker erwärmt worden, sodass die Abkühlung zunächst nicht so deutlich ausfällt. Vor allem im Norden wird es ziemlich windig, aber ein richtiger Herbststurm wird ETA bei uns nicht.

Ein 2. Schwall Polarluft erreicht uns diese mal auf direktem Weg in der Nacht zum Freitag mit einer zweiten Kaltfront, die dann auch in den Kammlagen der Mittelgebirge etwas Schnee bringen kann. So wird der Freitag mit nur noch einstelligen Höchstwerten nochmals kälter.
Die Kaltfront trifft dabei auf die Alpen. Dort sinkt die Scheefallgrenze bis in die Täler und man muss mit 5 bis 10 cm Neuschnee rechnen. Ein richtiger Wintereinbruch bis ins Flachland wird das noch nicht. Dennoch können sich in den zahlreichen Graupelschauern im Nordosten auch mal Schneeflocken mischen.

Wer allerdings noch keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte dies bis Freitag dennoch tun, denn in der Südosthälfte erwartet uns eine frostige Nacht. Hier kann es dann Glätte durch Reif oder überfrierende Nässe geben.

Wie geht es dann weiter? Zum Wochenende ist dieser schwache Kaltlufteinbruch schon wieder vorbei. Während sich im Süden schwacher Hochdruckeinfluss durchsetzt, wird die Kaltluft im Norden durch eine Warmfront bereits am Samstag wieder ausgeräumt.
Danach deutet sich eine Hochdruckwetterlage an. Dabei stellt sich voraussichtlich wieder eine Inversionslage ein, eher kühl mit Nebel und Hochnebel in den Niederungen und sonnig und mild auf den Bergen.
Von der richtigen sibirischen Kaltluft bleiben wir weiterhin abgeschnitten. So lässt der richtige Winter weiter auf sich warten.

Das erklärt Dipl.-Met. Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Quelle: Deutscher Wetterdienst