Dresden. Nach umfassender Sanierung übernimmt der Verein Treberhilfe Dresden ab Donnerstag, 1. April das barocke Torhaus an der Lingnerallee.

Nach umfassender Sanierung übernimmt der Verein Treberhilfe Dresden ab Donnerstag, 1. April das barocke Torhaus an der Lingnerallee. Der Verein betreibt einen Skater-Verleih für Inline-Skating und Skateboarding. Marcus Felchner, Leiter Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung: „Der Verein hat mit seinem Konzept überzeugt. Er stellt kostenlos und preisgünstig Leihausrüstung zur Verfügung. Dieses Angebot will der Verein per Phasenmodell bedarfsgerecht schrittweise aufbauen. Damit wird die Teilhabe benachteiligter Menschen an gemeinsamer Freizeitgestaltung und sportlichen Aktivitäten unterstützt und soll den sozialen Zusammenhalt und das Zusammenleben im Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt ergänzen.“

Neuer Nutzer für das Torhaus an der Lingnerallee  Foto: MeiDresden.deNeuer Nutzer für das Torhaus an der Lingnerallee Foto: MeiDresden.de


Die Stadt hat das Torhaus im Rahmen eines EFRE-Förderprojektes saniert. Die Außenanlagen folgen, wenn das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft den nördlichen Blüherpark fertigstellt. Die Förderung ist an eine Nutzung eines gemeinnützigen Vereins gekoppelt, der vor Ort soziale Angebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche anbietet. Eine Jury aus Vertretern des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung, des Stadtplanungsamtes und des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft traf die Entscheidung nach den Kriterien: Betreibungskonzept, Verleihgebühren, Öffnungszeiten und Referenzen.

Die Gesamtkosten des Projektes betrugen etwa 460.000 Euro. Davon sind 308.000 Euro über EFRE-Fördermittel finanziert. Rund 30.000 Euro steuerte der Stadtbezirk Altstadt bei. Die restlichen 122.000 Euro werden von der Landeshauptstadt Dresden bezahlt.

Das Torhaus Lingnerallee wurde 1888 als eines von zwei Häusern am prunkvollen Hauptzugang zum Blüherpark im Barockstil erbaut. Das erhalten gebliebene Torhaus ist ein Kulturdenkmal nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz. Es stand etliche Jahre leer und wies erheblichen Sanierungsbedarf durch Vandalismus auf.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden