Dresden/Sachsen Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien.Autourlaubern drohen an diesem Wochenende lange Fahrzeiten zum und vom Urlaubsort.

Dresden / Sachsen. Autourlaubern drohen an diesem Wochenende lange Fahrzeiten zum und vom Urlaubsort. Mit Beginn der Sommerferien in Sachsen starten auch die benachbarten Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Bremen, Niedersachsen sowie der Süden der Niederlande in den Urlaub. Aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie der Mitte der Niederlande rollt die zweite Reisewelle. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern sind die Schulen damit überall geschlossen und der Höhepunkt des Sommer-Reiseverkehrs ist erreicht. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie Teilen Nordeuropas enden die Sommerferien in Kürze. Daher sind die Staus auf den Spuren in Richtung Heimat kaum kürzer als auf den Anreisespuren.

Staugefahr - Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien   Foto: Symbolfoto: Various Photography/PixabayStaugefahr - Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien Foto: Symbolfoto: Various Photography/Pixabay

Im Freistaat Sachsen liegt das größte Staupotenzial im Großraum Dresden. Auf der Hauptreiseroute A4 bremsen zahlreiche Baustellen den Verkehr aus. Hier wird ebenso wie auf den Umleitungsstrecken Geduld gefragt sein. Stauschwerpunkt ist der Streckenabschnitt zwischen dem Dreieck Nossen und dem Dreieck Dresden-Nord mit zahlreichen Baustellen, eingeschlossen die zu- und abführenden Autobahnen A13, A14 und A17.

Die wichtigsten Staustrecken in Sachsen
 

  • A4 Chemnitz in Richtung Erfurt, zw. AS Glauchau-Ost und Meerane
  • A4 Chemnitz in Richtung Erfurt, Kreuz Chemnitz, Überleitung zur A72
  • A4 Dresden Erfurt in beiden Richtungen,
    zw. AS Chemnitz-Ost und AS Limbach-Oberfrohna
  • A4 Dresden Chemnitz in beiden Richtungen,
    zw. AS Wilsdruff und Dreieck Nossen
  • A4 Dresden in beiden Richtungen,
    zw. Dreieck Dresden-Nord und AS Hellerau
  • A4 Görlitz Dresden, Tunnel Königshainer Berge
    teilweise bzw. voll gesperrt vom 19. – 22. Juli
  • A4 Dresden Görlitz in beiden Richtungen
    bis 23.7., zw. AS Bautzen-West und AS Nieder-Seifersdorf
  • A9 Berlin in Richtung Nürnberg,
    zw. Schkeuditzer Kreuz und AS Bad Dürrenberg
  • A9 Berlin in Richtung Halle/Leipzig,
    zw. Schkeuditzer Kreuz und AS Großkugel
  • A13 Berlin Dresden in beiden Richtungen,
    zw. Landesgrenze und AS Radeburg
  • A13 Berlin in Richtung Dresden,
    zw. AS Marsdorf und Dreieck Dresden-Nord
  • A14 Leipzig in Richtung Nossen,
    zw. AS Nossen-Nord und Dreieck Nossen
  • A17 Dresden Prag in beiden Richtungen,
    zw. Dreieck Dresden-West und AS Dresden-Südvorstadt 
  • A38 Halle in Richtung Göttingen im Kreuz Rippachtal
    bis 23.7., Verbindungsfahrbahn zur A9 gesperrt
  • A72 Zwickau Leipzig in beiden Richtungen,
    zw. AS Hartmannsdorf und Rastplatz Am Neukirchener Wald

Um sich den Staufrust zu ersparen, kann man auf einen Reisetag unter der Woche ausweichen, zum Beispiel auf den Dienstag oder Mittwoch. Wer die staureichen Tage versucht vor Ferienbeginn zu umgehen, der läuft Gefahr in die noch verbliebenen Baustellen zu geraten, die bis zum Freitag aktiv sind. So sind zum Beispiel die Richtungsfahrbahnen der A4 im Tunnel Königshainer Berge vom 19. bis 22. Juli gesperrt.

Die Spitzenzeiten werden am Wochenende am Freitagnachmittag sein, der Vormittag und frühe Nachmittag des Samstags und der Sonntagnachmittag.

 Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien- Stauprognose für 23. bis 25. Juli   Grafik: ADACFünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien- Stauprognose für 23. bis 25. Juli Grafik: ADAC

Die Staustrecken (beide Richtungen):

Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
A 1 Bremen – Lübeck
A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig
A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
A 6 Mannheim – Nürnberg
A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
A 7 Flensburg – Hamburg
A 7 Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – München – Salzburg
A 9 München – Nürnberg
A 19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof
A 93 Inntaldreieck – Kufstein
A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Die Fernstraßen im benachbarten Ausland gelangen an diesem Wochenende auch schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Betroffen sind vor allem die klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten. In Frankreich dürften die Wege in die Alpen und Pyrenäen noch voller sein als vor Corona. Nicht viel besser sieht es auf den Fernstraßen in Richtung nordeuropäische Urlaubsziele aus – darunter dänische, belgische und holländische Küste.

In besonderem Maße werden die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer staugefährdet sein – etwa in Österreich die Kärntner Seen, das Salzkammergut, der Neusiedlersee und die Erholungsgebiete der Schweizer Kantone Tessin und Wallis (Wartezeiten einplanen bei der Autoverladung Lötschberg).

Die Aufenthalte an den Grenzen bei der Ein- und Ausreise könnten durch hohes Verkehrsaufkommen und intensive Personenkontrollen schon mal ein paar Stunden dauern. Das gilt unter anderem für die Grenzen im Balkantransit

Quelle: ADAC