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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Pendler unterzeichnen Petition für Erhalt der kostenlosen Parkplätze unterhalb der Marienbrücke

MeiDresden.de  03.05.2017  16:30 Uhr - Es sind die letzten Tage und Monate wenn es nach den Plänen der Stadt geht, das derzeitige kostenlose Parken unterhalb der Marienbrücke in ein kostenpflichtiges Parken umzuwandeln. Noch wird es toleriert aber am Anfang August soll damit Schluss sein. Gegen diese Pläne wurde eine Petition eingereicht welche von 477 Personen unterzeichnet wurde. Die Petition wurde am 12.04.2017 über die Abteilung Bürgeranliegen des Oberbürgermeisters an den Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau und Verkehr weitergeleitet, so ein Stadtsprecher gegenüber MeiDresden.de

Aus der Petition:
es liegt in der Natur der Sache, dass Dresden ein Oberzentrum für Ostsachsen, das Osterzgebirge sowie Südbrandenburg darstellt und damit zahlreiche Berufspendler anzieht. Diese tragen zur wirtschaftlichen Prosperität der Landeshauptstadt bei und beteiligen sich am kommunalen Steueraufkommen. Die Entfernungen zum jeweiligen Arbeitsplatz dieser Menschen werden meist mit dem PKW zurückgelegt, da alternative Fortbewegungsmöglichkeiten aufgrund schlechter Verbindungen aus dem Umland oder witterungsbedingt oft nicht zur Verfügung stehen. Als eine Abstellmöglichkeit deren PKW dient – wie stadtweit bekannt – der Parkplatz an und unter der Marienbrücke, von dem aus die restliche Strecke zum Arbeitsplatz per pedes, Straßenbahn oder Rad zurückgelegt wird. Diese kostenfreie P+R-Möglichkeit soll, wie wir aus der Presse erfuhren, künftig entfallen.

Foto: MeiDresden.de

Zweifelsohne hat jede städtische Fläche – besonders in Innenstadtnähe – ihren Wert und sollte demzufolge auch einer entsprechenden Funktion dienen.Jedoch führt die Einrichtung gebührenpflichtiger Parkplätze unter der Marienbrücke aus unserer Sicht zu folgenden Auswirkungen:

Erstens:
Nach Dresden pendelnde Berufstätige werden durch anfallende Kosten gleich drei Mal zur Kasse gebeten: durch kommunale Steuerabgaben, durch zukünftige Parkgebühren an der Marienbrücke sowie durch anfallende Kosten bei der Weiterfahrt mit dem lokalen ÖPNV. Es trifft besonders wieder jene, welche ohnehin finanziell stark unter Druck stehen. Zu nennen sei hier etwa das im Dresdner Zentrum stark vertretene Gastgewerbe und weitere Branchen, in denen gerade einmal Mindestlohn gezahlt wird und deren Beschäftigte oftmals zu solchen Zeiten an- und abfahren, in denen bereits kein eng getakteter ÖPNV-Anschluss mehr zur Verfügung steht.

Zweitens:
Die Einführung der Gebührenpflicht an der Marienbrücke wird zu Verdrängungseffekten führen. Dies wird nicht nur für Frust bei den Parkern, sondern auch bei Sportlern, Messebesuchern und Anwohnern der Friedrichstadt (einschl. des Krankenhauses) führen.

Drittens:
Die Einführung von Parkgebühren an der Marienbrücke diskriminiert ein Fortbewegungsmittel, stellt aber kein anderes – etwa den ÖPNV oder Fahrrad – besser. Dies provoziert zur Annahme, dass es sich hierbei nicht um kommunale Infrastrukturmaßnahmen handelt, sondern allein um eine zusätzliche Einnahmequelle der Landeshauptstadt Dresden.
Natürlich steht die Landeshauptstadt Dresden stets im bundesdeutschen Vergleich – auch mit Blick auf die Höhe anfallender Parkgebühren.
Ungeachtet dessen halten wir es für keinesfalls abwegig kostenfreie Pendlerparkplätze in Innenstadtnähe vorzuhalten, um der Bedeutung Dresdens als Oberzentrum, Arbeitsort und Sportstadt nicht zuwiderzuhandeln, denn besonders mit Blick auf den Arbeitsmarkt, Bürgerfreundlichkeit und auch den Sport muss die sächsische Landeshauptstadt konkurrenzfähig bleiben.

Denn: die Parkinfrastruktur ist in einem Flächenland, wie Sachsen und in Dresden, als flächenmäßig viertgrößte kreisfreie Stadt Deutschlands nicht weniger als ein bedeutender Standortfaktor. Dazu kommt das hier niedrigere Lohnniveau, welches konträr zu einer Angleichung der Parkgebühren auf Westniveau stünde.

In diesem Sinne und in der Hoffnung auf Verständnis fordern wir die Beibehaltung des Parkplatzes an der Marienbrücke als kostenlose Abstellmöglichkeit der PKW. Diesbezüglich bitten wir um Ihre Unterstützung
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