MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Tiefbauarbeiten für das Neue Verwaltungszentrum beginnen

MeiDresden.de  05.03.2020  14:51 Uhr - Einst war der Ferdinandplatz ein Parkplatz, der für die Stadt sehr wichtig war. Mit Baugeginn für das neue Rathaus fallen rund 500 Stellplätze weg. Seit Mitte Februar läuft die Baufeldfreimachung  auf dem zukünftigen Areal des Neuen Verwaltungszentrums. Ein kleiner  Teil  der  Parkflächen  wird  neben  dem Karstadt-Parkplatz weiter betrieben. Anfang 2021 sollen die Tiefbauarbeiten beendet sein.

Seit  Anfang Januar sind die ersten Baufahrzeuge auf dem südlichen Teil des Parkplatzes  zu  sehen.  Hier  arbeitet die DREWAG Netz GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt  Dresden an der Verlegung einer Trinkwasserleitung, welche das  zukünftige  Baufeld bisher querte. Die Verlegung soll Ende Januar 2020 abgeschlossen sein. Nach  Abtrag  der  Asphalt- und Deckschicht beginnen ab Mitte März 2020 die Archäologischen  Grabungen.  Diese  werden  etwa  acht  Monate  in Anspruch nehmen.  Schicht für Schicht wird durch das Tiefbauunternehmen die Baugrube in  Abstimmung  mit dem Landesamt für Archäologie und dem Kampfmitteldienst bis zu einer Tiefe von vier Metern ausgehoben. In Teilbereichen erfolgt die Ausgrabung bis in eine Tiefe von circa sieben Metern.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

„Im  Wettbewerblichen  Dialog  sucht  die  Landeshauptstadt  Dresden  einen Generalunternehmer    für    die    Planung   und   den   Bau   des   Neuen Verwaltungszentrums“,  ordnet  Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die jetzt   beginnenden   Bauarbeiten   in   den  gesamten  Prozess  ein.  „Die Dresdnerinnen   und   Dresdner   werden   wir  nach  Vorlage  der  Angebote voraussichtlich  im  September  2020 erneut beteiligen und ihnen die besten drei  Entwürfe  vorstellen.  Mit  dem Ergebnis des Wettbewerblichen Dialogs wollen  wir  im  Frühjahr  2021  einen  Generalübernehmer  beauftragen. Die Übergabe  des  Gebäudes  an  die  Verwaltung  ist für 2025 geplant“, blickt Schmidt-Lamontain   voraus.  In  das  Neue  Verwaltungszentrum  sollen  die Geschäftsbereiche  Stadtentwicklung,  Bau, Verkehr und Liegenschaften sowie Umwelt  und  Kommunalwirtschaft  mit ihren Ämtern einziehen. Ferner das Amt für Wirtschaftsförderung.

Baufeldfreimachung  auf dem zukünftigen Areal des Neuen Verwaltungszentrums   Quelle:  Entwurfsplanung  bit Planungsgruppe Brücken-, Ingenieur- und Tiefbau; Radebeul


Wettbewerblicher Dialog
Der   Wettbewerbliche   Dialog   ist   eine  Möglichkeit  der  öffentlichen Ausschreibung,  bei  der  die  Aufgabe nicht eindeutig beschreibbar ist und nach  innovativen  Lösungen  gesucht  wird. Für das neue Verwaltungszentrum besteht  die  Herausforderung  darin,  die  Verwaltung  in  zukunftsfähigen Bürokonzepten    unter    den    Gesichtspunkten    einer   weitestgehenden Digitalisierung der Prozesse unterzubringen.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Kostenrahmen
Die  Gesamtinvestition der Stadt in das Neue Verwaltungszentrum beträgt 139 Millionen Euro (brutto). Davon werden 116 Millionen Euro als Obergrenze für die Vergabe angesetzt. Das übrige Budget entfällt auf den Grundstückserwerb und Leistungen, welche die Verwaltung selbst erledigt oder über andere Wege ausschreibt,    wie    archäologische    Untersuchungen,    Verkehrs-   und Medienerschließung oder die Beschaffung des Mobiliars.

Quelle. Landeshauptstadt Dresden

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