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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Was sollte ich bei meiner Urlaubsvorbereitung beachten?

MeiDresden.de  26.06.2017  13:00 Uhr - (MS) - Die Urlaubszeit steht vor der Tür und damit kommen auch viele Fragen auf. Was muss ich in welchem Land beachten? Was sollte ich mitnehmen? Damit im Urlaubsstress nichts vergessen wird, sollte rechtzeitig mit der Planung begonnen werden – am besten mit einer persönlichen Reisecheckliste. MeiDresden.de fragte einmal beim ADAC Sachsen nach Tipps.

Bereits einige Zeit vor Beginn des Urlaubs muss geprüft werden, ob Ausweis und Reisepass noch gültig sind und ob sogar ein Visum benötigt wird. Auch sollte die Mautpflicht vor der Urlaubsreise geprüft werden und Vignetten möglichst online bestellt werden.

Sollten die Dokumente nicht mehr gültig sein, dauert es im Normalfall drei bis vier Wochen bis man einen neuen Personalausweis erhält, beim Reisepass sind es vier bis sechs Wochen. Wenn es besonders dringend ist, kann ein Express-Antrag für den Reisepass gestellt werden. Dann muss man zwar ordentlich drauf zahlen, erhält ihn aber schon nach wenigen Tagen. Ist das jedoch bereits zu spät, gibt es als Alternative einen vorläufigen Reisepass. Dieser wird allerdings nicht in allen Ländern akzeptiert.

Bei Fernreisen rät der ADAC, rechtzeitig – am besten sechs Wochen vor Abfahrt – einen Arzt für Reise- oder Tropenmedizin wegen möglicher Impfungen zu konsultieren und sich eine individuelle Reiseapotheke zusammenzustellen.

- Symbolfoto -

Für Reisen mit dem Auto innerhalb der EU, empfiehlt der ADAC die Grüne Versicherungskarte, die es bei allen Kfz-Versicherern gibt. Wer eine Vignette oder Mautkarte benötigt, spart sich am Anreisetag einen Zwischenstopp, wenn er diese schon vorab besorgt. Häufig ist dies sogar online möglich. Urlauber, die im außereuropäischen Ausland mobil bleiben möchten, sollten unbedingt einen internationalen Führerschein mitnehmen. In vielen Ländern ist er sogar Pflicht. Spätestens zwei Wochen vor Abreise sollte man sich informieren, welche Reisezahlungsmittel benötigt werden. Zum Beispiel Kreditkarte, Reise-Schecks oder die entsprechende Landeswährung.

Am Abreisetag sollten Urlauber nochmals überprüfen, ob alle wichtigen Unterlagen im Reisegepäck sind. Dazu gehören vor allem Ausweis, Visum, Führerschein und Fahrzeugpapiere, bzw. Tickets und Buchungsbestätigungen. Es empfiehlt sich, Kopien der Ausweispapiere mitzunehmen und wichtige Telefonnummern, wie etwa die ADAC-Notrufnummern für das Ausland, zu notieren. Praktischerweise sollten sich Reisende Kopien ihrer wichtigen Dokumente per E-Mail zuschicken und, falls möglich, Mitreisenden aushändigen. Notfalls haben Betroffene dann jederzeit ihre Daten zur Hand.

Und nicht zuletzt: Eine gute Reisekrankenversicherung, die aktive Hilfe bietet und nicht nur für eine etwaige Kostenerstattung sorgt, leistet bei einem Notfall wertvolle Dienste.

ADAC-Tipps zum richtigen Beladen vor der Urlaubsreise
Vor der Fahrt in den Sommerurlaub muss das Auto sicher beladen werden. Koffer, Badeutensilien, Lebensmittel oder Campingartikel wahllos in den Kofferraum zu stapeln, kann gefährliche Folgen haben. Jeder Gegenstand im Fahrzeug, der bei einem Frontalcrash mit lediglich 50 km/h nach vorne katapultiert wird, schießt mit dem 30 bis 50-fachen seines Gewichts durch den Innenraum. Dies kann verheerende Folgen haben. Deshalb informiert der ADAC, wie Urlauber ihr Fahrzeug richtig und vor allem sicher beladen.

- Schwere Gegenstände und Koffer immer nach unten und möglichst direkt an die Rücksitzlehne packen.
- Nur leichte Gegenstände nach oben legen.
- Ein stabiles Laderaumgitter oder Netz sollte dann angebracht werden, wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird.
- Die Ladung eventuell mit einer Decke abdecken und mit Hilfe von Zurrgurten (über Kreuz und eingefädelt in die Zurrösen am Ladeboden) sichern.
- Vorsicht bei ungesicherten Sportgeräten im Fahrzeugraum: Räder oder Surfbretter sollten auf entsprechende Trägersysteme oder in eine Dachbox.
- Die Rücksitzlehne nicht umklappen, da sie als schützende Trennwand dient. Wenn dort niemand sitzt, ist es ratsam, die Gurte diagonal darüber zu verschließen. So wird die Rückenlehne zusätzlich gestützt.
- Wer Gegenstände auf der Rückbank verstaut, sollte diese mit den Fahrzeuggurten befestigen.
- Besonders schwere Gegenstände können im Fußraum untergebracht werden.
- Die Insassen müssen immer mit Gurt, Kinder zusätzlich mit einem entsprechenden Kindersitz gesichert sein. Wichtig: Auch beim Schlafen muss eine korrekte und aufrechte Sitzposition gewährleistet sein. Extrem gefährlich sind z.B. Füße auf dem Armaturenbrett.

Sollten sich unter dem Kofferraumboden wichtige Dinge wie Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck befinden, empfiehlt der ADAC, diese vor dem Beladen an einem leichter zugänglichen Ort zu verstauen, damit sie im Notfall griffbereit sind.

Immer wieder ein Thema - die Rettungsgasse
Bereits bei stockendem Verkehr sollte eine Rettungsgasse gebildet und offen gehalten werden. Wenn die Fahrzeuge dicht an dicht stehen ist es nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu machen. Nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge dürfen die Rettungsgasse befahren. Allen anderen Kraftfahrern ist die Durchfahrt untersagt, was bei Nichtbeachtung mit einem Bußgeld belegt wird.

 

Foto: Johanniter - Bildung einer Rettungsgasse, so wird es gemacht

Die Johanniter weisen darauf hin, folgende Regeln zu beachten:

•    Nähert sich ein Einsatzfahrzeug, so ist eine Rettungsgasse zu bilden.
•    Auf Fahrbahnen mit zwei oder mehr Spuren je Richtung fahren die linken Fahrzeuge nach links, alle weiteren Fahrzeuge nach rechts.
•    Auch bei entgegenkommenden Einsatzfahrzeugen nach rechts ausweichen, das Tempo verringern und ggf. anhalten.
•    Ein vor einer roten Ampel haltendes Fahrzeug darf im Zuge des Ausweichens nach rechts auch über die Haltelinie fahren, wenn es der Verkehr zulässt. Schon ein Meter kann nachfolgenden Fahrzeugen das Rangieren ermöglichen und dem Einsatzfahrzeug so freie Fahrt bieten.
•    Für Fußgänger und Radfahrer gilt ebenfalls: Vorfahrt für die Retter! Sie müssen Einsatzfahrzeuge passieren lassen und dabei auf eigene Vorrechte verzichten.


Die Rettungsgasse:
Wie funktioniert die Rettungsgasse? Auf Autobahnen und Straßen mit mehreren Fahrstreifen je Richtung weichen die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus. Wer auf dem mittleren oder rechten Fahrstreifen unterwegs ist, orientiert sich nach rechts. Auf vierspurigen Autobahnen in Deutschland ist die Rettungsgasse in der Mitte zu bilden. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen oder mehr die Rettungsgasse zukünftig generell zwischen dem äußersten linken und dem rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet werden soll.

Quelle: ADAC  Grafik: MeiDresden.de

Österreich
Die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, besteht auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. Auf zwei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen sich alle Verkehrsteilnehmer bereits bei stockendem Verkehr auf der linken Spur so weit links wie möglich einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts. In Österreich ist mit einer Strafe von bis zu 726 Euro zu rechnen; bei Behinderung von Einsatzfahrzeugen kann die Geldstrafe sogar bis zu 2180 Euro betragen.

Schweiz
Auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen muss für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte der zwei Fahrstreifen frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden.

Italien
Hier gibt es keine speziellen Vorschriften.

Ein großes Thema ist auch der Einsatz von Dashcams. Wo ist es erlaubt und wo nicht? MeiDresden.de frage beium ADAC Dresden einmal nach.

Dashcams im Ausland
Im europäischen Ausland fehlen in den meisten Ländern bislang konkrete gesetzliche Regelungen zur Verwendung von Dashcams.  Die Verwendung von Dashcams ist nach Auskunft der jeweiligen Automobilclubs unproblematisch in: 
Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Finnland, Frankreich (soll die Aufnahme als Beweismittel verwendet werden, sind andere Unfallbeteiligte unmittelbar nach dem Unfall über die Aufnahmen zu informieren), Großbritannien, Italien, Malta, Niederlande, Norwegen (lediglich für den privaten Gebrauch, Fahrer darf hiervon nicht abgelenkt sein), Polen, Schweden (die Kamera muss leicht entfernbar sein und die Aufnahmen müssen regelmäßig überschrieben werden), Serbien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn (Kamera sollte nur eine geringe Auflösung aufweisen, nicht benötigte Daten sollten nach fünf Tagen gelöscht werden und gegen den Zugriff unbefugter Dritter geschützt sein)
 
•    Von der Verwendung wird abgeraten in Belgien, Luxemburg, Portugal, Schweiz
 
•    Nur mit Genehmigung ist in Österreich der Einsatz von Dashcams.

 

Anmerkung von MeiDresden.de: Jeder Fahrer sollte sich selbstständig über den Einsatz von Dashcams informieren. MeiDresden.de übernimmt keine HAftung und gibt keine Rechtsberatung!
 

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