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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Dresden wächst und gedeiht, doch wie sieht es mit der Aufenthaltsqualität aus?
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MeiDresden.de  30.08.2018  12:15 Uhr - (MS) - Gerade in den Sommermonaten heitzt sich die Stadt auf. MeiDresden.de wollte wissen, welche Planungen es gibt, die Aufenthaltsqualität in Dresden zu verbessern. Dazu teilte die Stadt mit, dass in der Stadtplanung immer bedacht wird, was man gegen die Überwärmung der Stadt tun könnte. Dazu gehören Baumpflanzungen, Sitzmöglichkeiten, Grünbereiche bei Bauvorhaben, Fassadenbegrünung und Gründächer. Auch die Politik hat sich Gedanken gemacht. Die Altstädter FDP hat einen Hitzeplan aufgestellt. Sollte die Stadt Planungen für die Umgestaltung haben, so will man eines der Punkte mit einbringen, sagte Robert Malorny auf Nachfrage.



MeiDresden.de fragte bei der Stadt nach und wollte wissen, was man für eine bessere Aufenthaltsqualität unternimmt. Dazu gab es gleich zwei gute Beispiele. Sowohl in der Stadtplanung wie beim Hochbau schwingt immer mit, was wir gegen die Überwärmung der Stadt tun können und wie wir Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum schaffen. Baumpflanzungen, Sitzmöglichkeiten, Grünbereiche bei Bauvorhaben, Fassadenbegrünung und Gründächer zählen dazu.


Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

1. Grünes Gewandhaus auf dem Neumarkt
Auf der Fläche entsteht entlang der damaligen Gebäudeflucht am Neumarkt eine ungefähr fünf Meter breite gepflasterte Fahrgasse aus Naturstein-Altmaterial. Die Platzfläche aus Natursteinpflaster unter den Bäumen soll in Anlehnung an das Alte Gewandhaus Muster historischer Tuchbahnen darstellen. Zu sehen sein werden so unter anderem Adaptionen eines anatolischen Kelims (1), von Venezianischer Spitze, Herringbone Tweed sowie Lausitzer Leinen. Innerhalb dieser Tuchbahnen stehen 28 Platanen im Block. Sie werden in einer Baumschule vorkultiviert. Beim Pflanzen im Oktober 2018 sollen sie bereits einen Kronenansatz in der Höhe von vier Meter sowie eine Kronenausdehnung von etwa 2,40 Meter mal 2,40 Meter haben.

Vier Bänke mit Lehnen und drei Hockerbänke laden zum Verweilen ein. Ein Trinkbrunnen aus Naturstein, von dem das Wasser über eine Bronzeplatte mit Ablaufkante läuft, soll installiert werden. Das alte Gebäude lebt als „Grünes Gewandhaus“ wieder auf: Nachvollziehbare Geschichte als grüner, schattiger Platz der Gegenwart. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Das Vorhaben wird mit Fördermitteln aus dem Programm der Städtebauförderung des Bundes und des Freistaates Sachsen sowie mit Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden und Spenden von Organisationen sowie von Privatpersonen finanziert. Die feierliche Einweihung des Platzes ist im April 2019 vorgesehen.

Foto: LH Dresden

2. Neubau der Kita Hauptstraße 26a
Ein Beispiel ist der Neubau der Kita Hauptstr. 26a (Fertigstellung 2014) in der inneren Neustadt, wo wir die Seitenwände angeschrägt und über diese und das Dach ein komplettes Gründach gelegt haben. Dadurch erhoffen wir uns eine Verbesserung des Mikroklimas auf dem Gelände der Kita (9000 qm). Allerdings ist das Dach jetzt nach der langen Trockenheit auch nur noch gelb und vertrocknet. Für die Begrünung müssen wir auf die nächsten Niederschläge warten.

Hier der 10 Punkteplan der FDP

1. Aufstellen von Bänken und Sitzgelegenheiten an Schattenplätzen: Es braucht mehr öffentliche Sitzflächen durch Bänke. Bei Hitze sind Ruhepausen im Schatten besonders wichtig. Touristen, ältere Bürger haben somit mehr Ruhestationen.

2. Aufstellen von Pflanzkübeln -  Gießpatenschaften: Pflanzen können das Klima und die Luft auch in kleineren Stadträumen deutlich verbessern. Zukünftig sollen mehr städtische Pflanzkübel aufgestellt werden, insbesondere dort, wo keine Grünflächen und Baumpflanzungen möglich sind. Im Umfeld der Pflanzungen können mit Händlern und Ladenbesitzern, oder Anwohnern und Bürobetreibern Gießpatenschaften entwickelt werden.

3. Trinkwasserbrunnen: Aktuell gibt es nur 2 öffentliche Trinkwasserbrunnen auf der Schlossstraße und am Postplatz, das müssen mehr werden. Auf der Prager Straße, am Neumarkt, am Pirnaischen Platz wären weitere sinnvolle Standorte.

4. Brunnenanlagen: Erneut sind auch in diesem Jahr wieder einige Brunnen in der Altstadt nicht aktiv. So sind auf dem Altmarkt ein weiteres Jahr in Folge nicht alle Brunnen, der riesigen erst vor einigen Jahren gebauten Wasserflächen, in Betrieb. Hier muss zügig repariert werden.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

5. Freiflächengestaltung: Bei allen zukünftigen Freiflächengestaltungen im Innenstadtbereich sollen Brunnen und/oder Wasserflächen integriert werden.

6. Petersburger Straße wird zur Petersburger Allee: Die Baumreihen an der St. Petersburger Straße sind große Schattenspender. An den Fußgängerüberwegen am Rathenauplatz, am Pirnaischen Platz und am Rathausplatz zur Lingnerallee können Bänke im Schatten aufgestellt werden, um Sitzplätze im Schatten zu schaffen. Desweiteren könnten schmale, einfache Fußwege unter den Baumreihen schattige Laufwege entlang der St. Petersburger Straße schaffen.

7. Terrassen-Ufer umgestalten: Prüfung von Baumpflanzungen oder Anlegen von Pflanz-/Grünflächen zwischen den Anlegern der Dampschifffahrt

8. Umgestaltung des Postplatzes: Die Umgestaltung des Postplatzes steht in den nächsten Jahren an. Die Interims-Beete werden dann ausgetauscht. Bei einer Neuplanung fordern wir nicht nur Beete mit Gräsern und Büschen sondern auch die Pflanzung von Bäumen auf dem Postplatz.

9. Baumpflanzungen Wilsdruffer Straße: Beide Seiten der Wilsdruffer Straße sind an vielen Stellen bereits mit Bäumen bepflanzt. Hier haben sich an manchen Stellen richtige Oasen entwickelt. Wir schlagen eine durchgehende Bepflanzung vom Postplatz bis zum Pirnaischen Platz entlang der Wilsdruffer Straße vor. Somit kann hier eine schattige Flaniermeile entstehen.

10. Lockerung von Vorgaben für Pflanzkübel von Gastronomien: Die Freisitze der zahlreichen innerstädtischen Gastronomien sind Ruhepunkt und Hingucker in einem lebendigen Stadtbild. Es muss den Gastronomen möglich sein, große Pflanzkübel als Gestaltung ihrer Freiflächen aufzustellen. Die Stadt kann hierbei proaktiv das Gespräch mit den Gastronomen suchen, auf diese zugehen, und individuelle Lösungen zulassen. "

 

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