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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Protest und Gegenprotest zur Demokratiekonferenz

MeiDresden.de  25.08.2018  18:13 Uhr - (MS) - Am Sonnabend fand im Hygiene-Museum Dresden die diesjährige Demokratiekonferenz unter dem Motto   „Gemeinsam   Demokratie   gestalten“ statt. Dies rief auch Protestler auf den Plan. Die "rechtsextreme Identitären Bewegung" hielt eine stationäre Versammlung auf der Cockerwiese ab.

Der Gegenprotest zu der IB-Bewegung formierte sich seit dem Mittag in Hör- und Sichtweite. Am Nachmittag kamen dann noch mehrere Hundert Teilnehmer der Seebrücke dazu. Wie die Polizei Sachsen am Nachmittag über Twitter schrieb, gab es einen Übergriff auf Journalisten durch Ordner der IB Versammlung. Die Personalien von sechs Personen worden  aufgenommen und Ermittlungen wegen Nötigung eingeleitet", so die Polizei Sachsen via Twitter.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

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An einem Hochhaus am Straßburger Platz hängt ein schwarzes Banner mit der Botschaft: "Raum für Toleranz und Vielfalt"   Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

IB Bewegung   Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Zur Demokratiekonferenz laden wir Menschen aus  zivilgesellschaftlichen Organisationen, Verwaltung und Politik ein und freuen  uns  besonders  über  junge  Dresdnerinnen  und  Dresdner,  die das demokratische  Miteinander  in  unserer Stadt stärken wollen. Die Konferenz ist  ausgebucht, das Interesse groß. Das ist ein sehr gutes Zeichen und ein wichtiger   Baustein   auf   dem   Weg   in   eine   moderne,   offene  und zukunftsorientierte Stadtgesellschaft.“

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

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Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen in der Landeshauptstadt führte die Polizeidirektion Dresden heute einen Einsatz durch. Grundsätzlich verlief der Tag friedlich. Einige Vorkommnisse waren dennoch festzustellen.

Ab 11.30 Uhr fand eine Kundgebung der Identitären Bewegung auf der Cockerwiese an der Lennéstraße statt. Im Vorfeld stellten Einsatzbeamte einen Ordner (16) der Identitären Bewegung auf dem Veranstaltungsgelände mit Schlagschutzhandschuhen sowie Tierabwehrspray fest. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Da es sich um einen Jugendlichen handelte, wurde ihm die Tätigkeit als Ordner verweigert.

Am Nachmittag erhielten die Einsatzkräfte einen Hinweis auf einen Versammlungsteilnehmer, der ein sichtbares Runentattoo auf dem Arm trug. Die Personalien des Mannes (22) wurden erhoben sowie ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem veranlassten die Beamten, dass er das Tattoo bedeckte.

Auf dem Versammlungsgelände versuchten im Verlauf des Nachmittags mehrere Teilnehmer fünf Journalisten an Fotoaufnahmen zu hindern. Sie bedrängten die Pressevertreter und verdeckten eine Kamera mit ihren Händen. Polizeibeamte griffen zum Schutz der Journalisten sofort ein. Sie stellten die Personalien von fünf Männern und einer Frau fest. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Nötigung eingeleitet.

Ab 11.00 Uhr fanden sich die Teilnehmer einer Kundgebung an der Herkulesallee ein. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Für ein geeintes Europa ohne Vaterländer“. Am Nachmittag versuchten mehrere Männer, die offenbar vom Gelände der Identitären Bewegung kamen, die Versammlung zu stören. Einsatzkräfte schritten ein und beruhigten die Lage. Eine Anzeige wurde aufgenommen.

Gegen 14.00 Uhr startete eine Versammlung unter dem Motto „Seebrücke - Grenzenlose Solidarität statt tödlicher Abschottung“ an der Alaunstraße. Nach einer Auftaktkundgebung führte ein Demonstrationszug über die Hoyerswerdaer Straße, die Albertbrücke die Güntzstraße bis zur Lingnerallee Ecke Blüherstraße, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Danach setzte sich der Demonstrationszug über die Grunaer Straße, die Wilsdruffer Straße bis zum Theaterplatz fort, wo die Versammlung endete.

Gegen 15.30 Uhr wurden Polizisten zum Theaterplatz gerufen. Dort fanden Dreharbeiten zu einem Musikvideo statt. Unweit dessen hielten sich etwa ein Dutzend Personen mit Deutschlandfahnen und Plakaten auf. Beamte sprachen die Gruppe an. Sie verließen im Anschluss den Platz.

An dem Einsatz waren etwa 500 Beamte beteiligt.

 

 

 

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