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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Neue Stadtbahntrasse über Oskarstraße und Tiergartenstraße

MeiDresden.de  19.03.2019  17:10 Uhr - Im März 2017 begannen die Arbeiten auf der Oskarstraße für die neue Stadtbahntrasse zwischen den Dresdner Stadteilen Löbtau und Strehlen. Auf dieser Strecke sollen leistungsfähige Stadtbahnen vor allem im Bereich der Technischen Universität (TU) die stark nachgefragten Busse der Linie 61 entlasten und später ersetzen.

Der erste von vier Bauabschnitten umfasst eine knapp 1,2 Kilometer lange Strecke vom Wasaplatz zur Tiergartenstraße. Bis März 2018 sollte eine moderne Gleistrasse, die am Haltepunkt Strehlen erstmals den direkten Anschluss der Stadtbahn von und zur S-Bahn herstellt entstehen. Doch schnell gab es Probleme. Wie sieht es eigentlich derzeit aus? Die Arbeiten gehen voran. Auf der Tiergartenstraße liegt bereits ein Gleis Richtung Stadt-auswärts. Das Gegengleis wird später gebaut. Man will so schnell wie möglich die neue Trasse in Betrieb nehmen. Noch gibt es keinen Termin für die Fertigstellung.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Tiergartenstraße

Die Bauarbeiten laufen ganz ordentlich. Vor allem am Wasaplatz. An der Oskarstraße ist durch die komplizierte Technologie noch einiges mehr zu tun. Aber zumindest spielt das Wetter mit, sagte der Pressesprecher der DVB AG Falk Lösch auf Nachfrage von MeiDresden.de. Die Gleise auf der Tiergartenstraße werden schon jetzt gelegt, die an der Querallee bilden dann den Abschluss der Baustelle. Dort beginnen die Arbeiten voraussichtlich Ende April. Die Buslinie 75 kann erst nach Fertigstellung des Wasaplatzes wieder am Zoo fahren. Das ist für Ende Mai vorgesehen. Bis dahin geht es nur mit dem Ersatzverkehr 9/13 bis Lennéplatz. Dort besteht ja Anschluss an die Straßenbahn Richtung Pirnaischer Platz.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller  Tiergartenstraße

 

MeiDresden.de war von der Tiergartenstraße bis zum Wasaplatz einmal unterwegs...

 

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Tiergartenstraße

 

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Tiergartenstraße

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller  Tiergartenstraße

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Tiergartenstraße

 

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller  Hp Strehlen

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Hp Strehlen

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller  Blickrichtung Wasaplatz

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller   Wasaplatz

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller  Wasaplatz

 

 

 

 

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig dazu: „Der Freistaat unterstützt das Bauvorhaben „Stadtbahn Dresden 2020“, da es eine ganz wichtige Grundlage dafür ist, das erfreuliche Wachstum in unserer Landeshauptstadt zukunfts- und umweltgerecht zu gestalten. Durch die neue Straßenbahnverbindung zwischen Löbtau und Strehlen erhält unsere Exzellenz-Universität eine ebenso exzellente ÖPNV-Anbindung. Allein für den heute beginnenden ersten Bauabschnitt wird der Freistaat etwa 5 Millionen Euro zur Verfügung stellen.“


„Unser Angebot muss mit den stetig steigenden Fahrgastzahlen Schritt halten“, sagt der DVB-Vorstand für Finanzen und Technik Andreas Hemmersbach. Im Jahr 2016 fuhren 157,1 Millionen Fahrgäste mit den Bussen und Bahnen der DVB. Insgesamt 3,7 Millionen zusätzliche Passagiere bedeuteten den höchsten Anstieg der letzten zwei Jahrzehnte. Und Hemmersbach führt weiter aus: „Die Buslinie 61 hat täglich rund 32.000 Fahrgäste. Das sind beinahe so viele, wie in den Straßenbahnlinien 3 oder 11 mitfahren. Mit Bussen allein ist das nicht zu bewältigen. Die neue Stadtbahnverbindung wird leistungsfähiger und komfortabler sein. So gewinnen wir weitere Fahrgäste und entlasten die Straßen.“

Sein für Betrieb und Personal zuständiger DVB-Vorstandskollege Lars Seiffert sieht nach dem Neubau vor allem mehr Service durch bessere Anschlussvermittlung. „Rund 30.000 Fahrgäste passieren den Wasaplatz täglich in Bussen und Bahnen. Mussten bisher mehr als 3.000 von ihnen am Wasaplatz beim Wechsel vom Bus zur Bahn und umgekehrt lange Strecken zurücklegen, kann das jetzt am Haltepunkt Strehlen ebenerdig und am gleichen Bahnsteig erfolgen. Dazu kommt die neue Verknüpfung unserer Bahnlinien zur S-Bahn. Darüber hinaus bietet die Streckenführung eine Option zur späteren Netzerweiterung der Stadtbahn Richtung Striesen und Blasewitz. Der Bedarf dafür ist heute schon vorhanden.“     
 

Anspruchsvolle Baustelle       
Das Baufeld des ersten Abschnitts erstreckt sich von der Lockwitzer Straße ab Einmündung Lannerstraße über Wasaplatz und Oskarstraße bis zur Tiergartenstraße westlich der Haltestelle Querallee. Technologisch anspruchsvoll ist das Verlegen einer Hauptfernwärmeleitung unter der Oskarstraße. Schließlich sind die Haushalte immer passend zu versorgen. Deshalb dürfen diese Arbeiten nur im Sommer erledigt werden. Nachdem auch die Versorgungsunternehmen ihre Strom-, Gas, Wasser, Abwasser- und Kommunikationsleitungen erneuern konnten, verlegen die Gleisbauer insgesamt etwa  1.200 Meter Doppelgleis. Als Bauform kommt die so genannte feste Fahrbahn zum Einsatz. Dabei werden die Schienen vibrationsgedämmt auf einem Betonoberbau befestigt. Diese Variante hat sich als leise und lange haltbar bewährt. Während abgefahrene Schienen später mit wenig Aufwand gewechselt werden können, bleibt der Untergrund bis zu 60 Jahren stabil. Die Haltestellen Wasaplatz, Haltepunkt Strehlen und Querallee stadteinwärts entstehen barrierefrei. Dazu kommt eine Ausrüstung mit Fahrgastunterständen, Möblierung und elektronischen Abfahrtstafeln. Für die Stromversorgung der Straßenbahn dient ein neues Gleichrichterunterwerk im Hof des ehemaligen Bahnhofgebäudes Strehlen. Zum Schluss wird die neue Strecke im März 2018 an das bestehende Gleis angeschlossen. Dann folgen der Ausbau des Altgleises auf der Wasa- und Franz-Liszt-Straße sowie die Erneuerung der Fahrbahnen für Autos. Entlang der Wasastraße entstehen zahlreiche Parkmöglichkeiten.   


 


Finanzielle Projektförderung
Zu den 16,7 Millionen Euro Gesamtkosten für die Trasse zwischen Wasaplatz und Tiergartenstraße steuert der Bund 3,3 Millionen Euro und der Freistaat Sachsen 5,1 Millionen Euro Förderung bei. Die verbleibenden 8,3 Millionen Euro teilen sich Stadt Dresden, Dresdner Verkehrsbetriebe und Versorgungsunternehmen.

Weitere Infos und Grafiken der DVB lesen sie unter dem folgenden Link: https://www.dvb.de/de-de/die-dvb/zukunftsprojekte/stadtbahn-2020/projekt-1-loebtau-suedvorstadt-strehlen/

Fotos: MeiDresden.de / Mike Schiller

Quelle: DVB

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