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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2018: Mehr Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung

Polizei-Pressemeldung  09.05.2019 11:30 Uhr - Im Jahr 2018 wurden in der Landeshauptstadt Dresden (ohne Bundesautobahn) insgesamt 14.244 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen und damit ein Prozent weniger als im Vorjahr. In Dresden verunglückten im vergangenen Jahr 2.679 Personen bei Verkehrs-unfällen. Acht Menschen kamen bei Unfällen ums Leben. Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 2.266, die der Schwerverletzten[1] sank leicht auf 405.


Im Jahr 2018 kam kein Kind auf Dresdner Straßen ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder sank auf 30 (2017: 38). Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 182 (2017: 134). Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (90), Fußgänger (56) und als Mitfahrer (66) beteiligt.

Der Leiter der Dresdner Verkehrspolizei, Polizeirat Gerald Baier (41): „Trotz neuer Sicherheitstechnologien in Kraftfahrzeugen zeigt die Entwicklung der Verkehrsunfälle, dass der Fehlerfaktor Mensch nur schwer zu kompensieren ist. Gegenseitige Rücksichtnahme sowie vorausschauende Verkehrsteilnahme schützen hier Menschenleben. Wir werden auch in Zukunft auf eine Kombination von Überwachungsmaßnahmen und präventiven Aufklärungsgesprächen bei Verkehrskontrollen setzten.“

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Mit 21,7 Prozent waren Vorfahrts- und Vorrangfehler wieder die häufigsten Unfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Verletzten auf Dresdens Straßen. Weiterhin gehören „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“ (21,3 Prozent) und nicht angepasste bzw. zu hohe Geschwindigkeit (7,7 Prozent) zu den Hauptunfallursachen.

Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung

Während in Dresden insgesamt weniger Verkehrsunfälle registriert wurden, stiegen die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung wiederum um über 10 Prozent, bei Unfällen mit Personenschaden um fast 14 Prozent. Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer im Jahr 2017 noch bei 1.386, stieg sie im vergangenen Jahr auf 1.563 an. Insgesamt 1.276 Personen wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt. Davon waren 1168 Radfahrer.

Polizeirat Gerald Baier: „Im innerstädtischen Verkehrsgeschehen ist ein zunehmender Radfahrverkehr auszumachen. Auch wenn rund 65 Prozent der Unfälle nicht durch den Radfahrer verursacht werden, steht immer die Frage der Vermeidbarkeit im Raum. Gesunder Menschenverstand und ein Mindestmaß an Selbstschutzgedanken gehört zur Unfallprävention ebenso dazu, wie die Einhaltung von Verkehrsregeln auf beiden Seiten. Solange sich im Verkehrsraum unabhängig der Verkehrsart jeder selbst der Nächste ist, werden Unfälle weiter steigen. Rücksichtnahme, Erkennbarkeit sind wichtige Schlagwörter in diesem Zusammenhang. Natürlich richtet sich unserer Kontrolltätigkeit neben dem Radfahrverkehr auch explizit auf den Kraftfahrzeugverkehr, um Fehlverhalten zu verfolgen und vor Gefahren dauerhaft zu sensibilisieren.“

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, ging auf 215 zurück (2017: 248). 195 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen. Zwei Menschen kamen hierbei ums Leben.

Polizeirat Gerald Baier: „Alkohol über das erlaubte Maß zu trinken oder Drogen zu konsumieren und sich danach ans Steuer zu setzen, ist schlicht verantwortungslos. Wer so handelt gefährdet nicht nur sich selbst, sondern insbesondere andere Menschen. Wir werden diese Verstöße weiter konsequent verfolgen.“

Unfallfluchten

Die Zahl der Unfallfluchten ist leicht um 0,3 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr entfernten sich 4.125 Verursacher (2017: 4.112) unerlaubt vom Unfallort. Dies sind 29 Prozent der von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle. 1.387 Unfallverursacher wurden durch die Ermittler bekannt gemacht. Damit lag die Aufklärungsquote bei 33,6 Prozent.


Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2018 - Landkreis Meißen

•    Ein Verkehrstoter mehr
•    Anzahl der Verkehrsunfälle gesunken

Im Landkreis Meißen (ohne Bundesautobahn) ereigneten sich 5.538 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang um 0,4 Prozent entspricht.

Im Landkreis Meißen verunglückten im vergangenen Jahr 907 Personen bei Verkehrsunfällen. Elf Menschen (2017: 10) kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten sank auf 649. Die Zahl der Schwerverletzten stieg auf 247.

Im zurückliegenden Jahr kam auf den Straßen im Landkreis Meißen ein Kind ums Leben. 15 (2017: 25) Kinder erlitten schwere Verletzungen, weitere 47 (2017: 54) wurden leicht verletzt. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (32), als Fußgänger (15) und  als Mitfahrer (16) beteiligt. Die Anzahl der verletzten mitfahrenden Kinder verringerte sich um die Hälfte.

Polizeirat Gerald Baier: „Der Rückgang der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder ist positiv zu bewerten. Unsere Kontrollen, insbesondere mit Blick auf geeignete Kindersicherungen in Fahrzeugen, sind ein Baustein dieser Entwicklung.“

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren die Hauptunfallursachen im Landkreis Meißen Vorfahrtsfehler (20,4 Prozent) gefolgt von Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren (14,9 Prozent) und nicht angepasster Geschwindigkeit (14,1 Prozent)

Verkehrsunfälle mit Motorrädern[2]

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Motorradfahrer auf 51 gesunken (2017: 77). Insgesamt 31 (2017: 40) Motorradfahrer wurden verletzt, einer (2017: 2) von ihnen tödlich. Weitere 16 Motorradfahrer erlitten schwere und 14 leichte Verletzungen.

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, sank auf 105 (2017: 110).99 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen.

Unfallfluchten
 
Im Landkreis Meißen nahm die Polizei 1.167 Unfallfluchten (2017: 1.186) auf. 492 davon konnten durch die Beamten aufgeklärt werden. Damit lag die Aufklärungsquote bei 42,2 Prozent.

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2018
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

•    Mehr Verkehrsunfälle
•    Mehr Verkehrstote

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (ohne Bundesautobahn) ereigneten sich 6.144 Verkehrsunfälle. Dies stellt einen Anstieg von 1,5 Prozent dar.

Im Landkreis verunglückten im vergangenen Jahr 1.051 Personen bei Unfällen. Elf Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 803. Die Zahl der Schwerverletzten ging auf 237 Personen zurück.

Im zurückliegenden Jahr kam auf den Straßen im Landkreis Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge ein Kind ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder betrug 15 (Vorjahr 23). Weitere 62 (Vorjahr 77) Kinder erlitten leichte Verletzungen. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (24), als Fußgänger (21) und als Mitfahrer (33) beteiligt.

Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren im Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge nicht angepasste Geschwindigkeit (24,5 Prozent), gefolgt von Vorfahrt, Vorrang (13,7 Prozent) und Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren (13,4 Prozent).

Polizeirat Gerald Baier: „Die Unfallzahlen im Landkreis waren durch die Unfallursache Geschwindigkeit geprägt. Derartige Verkehrsunfälle haben im Jahr 2018 vier Menschenleben gekostet. Hier werden wir unsere Kontrolltätigkeit intensivieren.“

Verkehrsunfälle mit Motorrädern[3]

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Motorradfahrer auf 108 gesunken (2017: 128). Insgesamt 74 (2017: 88) Motorradfahrer wurden verletzt, einer (2017: 3) von ihnen tödlich. Weitere 28 Motorradfahrer erlitten schwere und 45 leichte Verletzungen.

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, sank auf 90 (2017: 103). 88 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen.

Unfallfluchten

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nahm die Polizei 1.349 Unfallfluchten (2017: 1.291) Unfallfluchten auf. Davon konnten 561 aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote lag damit bei 41,6 Prozent.

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2018
Bundesautobahnen
•    Anzahl der Getöteten gestiegen
•    Zahl der Verletzten gestiegen

Auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden ereigneten sich im Vorjahr 1.874 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Anstieg um
1,9 Prozent.

Im vergangenen Jahr verunglückten bei Verkehrsunfällen auf den Bundesautobahnen 323 Personen. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten stieg leicht auf 218. Weitere 98 Personen erlitten schwere Verletzungen.

Polizeirat Gerald Baier: „Die Verkehrsdichte sowie Stauerscheinungen erhöhen das Grundrisiko von Verkehrsunfällen. In Verbindung mit nicht angepasster Geschwindigkeit, zu geringem Sicherheitsabstand und Ablenkung liegt eine tödliche Kombination vor, die im Jahr 2018 mehrere Menschenleben gefordert hat. Im Ergebnis werden wir zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen und Abstandsmessungen durchführen. Gleichzeitig werden wir sehr genau auf Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer achten.“

Auf den Bundesautobahnen kam im zurückliegenden Jahr kein Kind ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder belief sich auf zwei (2017: 5). Weitere 15 Kinder (2017: 20) erlitten leichte Verletzungen. Alle 17 Kinder waren Mitfahrer in Fahrzeugen.

Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden auf den Bundesautobahnen im Bereich der Polizeidirektion Dresden waren zu geringer Sicherheitsabstand (29,7 Prozent), zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit (23,4 Prozent).

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, sank auf 16 (2017: 19). 12 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen.


Verkehrsüberwachung

Eckzahlen der verkehrspolizeilichen Statistik

Im vergangenen Jahr führte die Polizeidirektion Dresden insgesamt 124.527 Verkehrskontrollen (2017: 116.280), darunter 2.014 Geschwindigkeitskontrollen
(2017: 2186) durch. Bei den Geschwindigkeitskontrollen überschritten 49.190
Fahrzeugführer (2017: 43.178) die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Davon lagen 43.258 Überschreitungen im Verwarngeldbereich.

Insgesamt ahndeten die Beamten der Polizeidirektion Dresden im vergangenen Jahr 113.001 Verkehrsordnungswidrigkeiten (2017: 108.087). 6.885 Fahrzeugführer
(2017: 6.607) mussten sich wegen des Verstoßes gegen die Gurtpflicht, 2.522
(2017: 1.812) wegen des Verstoßes gegen das Handyverbot verantworten.

Polizeirat Gerald Baier: „Die Polizeidirektion Dresden konnte das vierte Jahr in Folge ihre Verkehrsüberwachungsmaßnahmen forcieren. Die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle zeigt den ungebrochenen Bedarf für eine Ausweitung der Kontrollen. Insbesondere der Anstieg von Verstößen gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowie die Smartphone-Nutzung ist bedenklich. Gleichzeitig stehen die Überwachung der Gurtpflicht sowie Alkohol- und Drogenkontrollen im Fokus der Polizei.“

Verstöße von Radfahrern

Die Zahl der geahndeten Verstöße von Fahrradfahrern beläuft sich auf 6.463
(2017: 6.381).

Polizeirat Gerald Baier: „Radfahrer tendieren gerade im städtischen Bereich zur regelwidrigen Fahrbahnbenutzung. Auch das Fahren bei Rotlicht oder auf Fußwegen stellt einen Schwerpunkt dar, den wir regelmäßig ahnden.“

Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs

Die Beamten der Polizeidirektion Dresden kontrollierten im vergangenen Jahr 4.616 (2017: 3.767) Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. 3404 Fahrzeuge (2017: 2.766) Fahrzeuge mussten die Beamten beanstanden. Aufgrund größerer Mängel untersagten Verkehrspolizisten in 482 Fällen (2017 492) eine Weiterfahrt.

Quelle: Polizei Dresden

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