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Nachhaltiger zu verpacken klingt zunächst recht einfach. Schnell denkt man daran, weniger Material zu verwenden oder auf recycelte Materialien umzusteigen. In der Praxis steckt für Unternehmen jedoch oft deutlich mehr dahinter. Eine Verpackung muss das Produkt zuverlässig schützen und sich gut für den Transport eignen. Gleichzeitig sollte sie natürlich auch ins Budget passen. Dazu kommen neue Vorschriften und strengere Anforderungen an Verpackungen. Dadurch wird die Wahl des Verpackungsmaterials immer häufiger Teil einer größeren unternehmerischen Strategie.

Verpackungsvorschriften verändern sich

In Europa werden die Anforderungen an Verpackungen schrittweise verschärft. Die Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR, soll dazu beitragen, Verpackungsabfälle zu reduzieren und Verpackungen besser wiederverwendbar und recycelbar zu machen. Für Unternehmen bedeutet das, dass es wichtiger wird zu wissen, welche Materialien in einer Verpackung stecken und wie viel davon tatsächlich notwendig ist. Auch Wiederverwendung und Recycling spielen bei der Entwicklung und Beschaffung von Verpackungen eine größere Rolle. Für Unternehmen ist es daher sinnvoll, die Entwicklungen rund um die Verpackungsgesetzgebung aufmerksam zu verfolgen.

Foto: guilherme mendes/unsplashFoto: guilherme mendes/unsplash

Das Material muss zum Produkt passen

Nachhaltiges Verpacken bedeutet nicht automatisch, dass Papier immer besser ist als Kunststoff oder dass recyceltes Material für jedes Produkt geeignet ist. Eine schwere oder empfindliche Bestellung braucht beispielsweise ausreichend Schutz. Wenn eine Verpackung während des Transports beschädigt wird und das Produkt erneut verschickt werden muss, entstehen wiederum zusätzlicher Materialverbrauch und weitere Transportwege. Deshalb lohnt es sich, den gesamten Verpackungsprozess zu betrachten. Wie viel Material wird wirklich benötigt? Kann ein kleinerer Karton verwendet werden? Ist Füllmaterial notwendig? Und lässt sich die Verpackung einfach wiederverwenden oder recyceln?

Es gibt immer mehr Alternativen

Unternehmen haben heute deutlich mehr Auswahl, wenn sie ihre Verpackungen anpassen möchten. Bei pitpackaging gibt es zum Beispiel Versandverpackungen aus Karton und Papier. Daneben sind auch Lösungen erhältlich, bei denen recycelte oder alternative Materialien zum Einsatz kommen. Wichtig bleibt trotzdem, auf den jeweiligen Einsatz, den Materialverbrauch, das Format und die spätere Entsorgung der Verpackung zu achten. Manchmal liegt eine Verbesserung schon in einer sehr einfachen Änderung. Ein Karton, der besser zu den Abmessungen des Produkts passt, benötigt weniger Füllmaterial und nimmt beim Transport weniger Platz ein.

Auch die praktische Nutzung im Lager zählt

Eine neue Verpackung muss im Lageralltag funktionieren. Wenn Mitarbeitende deutlich länger mit Falten, Befüllen oder Verschließen beschäftigt sind, kann eine Verpackung in der Praxis trotzdem ineffizient sein. Deshalb ist es sinnvoll, neue Verpackungen zunächst in kleinerem Umfang zu testen. Schau dabei darauf, wie viel Zeit das Verpacken kostet und ob das Produkt weiterhin ausreichend geschützt ist. Auch der Platzbedarf des Verpackungsmaterials im Lager sollte berücksichtigt werden. Klare Informationen für Kunden können ebenfalls hilfreich sein. Besonders wenn eine Verpackung aus mehreren Materialien besteht, sollte möglichst deutlich sein, wie diese nach Gebrauch getrennt oder recycelt werden kann.