Kartoffeln, Kohl, Möhren und andere Lagergemüse aus regionalem Anbau sind die Stars der Winterküche. Doch wie bewahrt man diese robusten Arten zu Hause optimal auf? Die richtige Lagerung entscheidet nicht nur über Haltbarkeit und Geschmack, sondern auch darüber, wie wertvolle Nährstoffe am besten erhalten bleiben.

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Regionales Lagergemüse
Lange bevor Kühlschränke und Supermärkte zum Alltag gehörten, sicherten Lagergemüse die Versorgung über den Winter. Arten wie Kartoffeln, Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Pastinaken und Zwiebeln sind von Natur aus dafür geeignet, mehrere Monate gelagert zu werden.

In Deutschland werden diese Gemüse im Herbst geerntet und sind den ganzen Winter über aus regionalem Anbau erhältlich – frisch vom Feld oder aus dem Lager der Direktvermarkter.

Die goldenen Regeln der Lagerung
Kühl, dunkel und luftig – diese drei Faktoren sind entscheidend für die optimale Aufbewahrung von Lagergemüse:
• Kartoffeln benötigen eine Temperatur zwischen 4 und 8 Grad. Im Licht bilden sie giftiges Solanin und werden grün. Ideal sind dunkle Kellerräume, Speisekammern oder spezielle Kartoffelkisten. Alternativ können Kartoffeln auch in luftigen, abgedunkelten Behältern in kühleren Räumen der Wohnung lagern. Plastiktüten sind ungeeignet, da sich darin Feuchtigkeit staut.

• Kohlsorten wie Weißkohl oder Rotkohl mögen es ebenfalls kühl (0 bis 4 Grad). Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie mehrere Wochen frisch, angeschnittene Köpfe lassen sich gut in Frischhaltefolie aufbewahren.

• Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete, Sellerie und Pastinaken bleiben am längsten frisch, wenn sie in feuchtem Sand eingeschlagen werden – wie traditionell im Erdkeller. Alternativ eignen sich Gemüsefächer im Kühlschrank. Wichtig: Grünes Laub vorher entfernen, sonst entzieht es dem Gemüse Feuchtigkeit.

• Zwiebeln und Knoblauch brauchen Trockenheit und Luftzirkulation. Am besten lagert man sie in Netzen, geflochtenen Zöpfen oder offenen Körben an einem kühlen, trockenen Ort. Wichtig: Nicht zusammen mit Kartoffeln aufbewahren – beide sondern Gase ab, die das jeweils andere Gemüse schneller verderben lassen.

• Kürbisse können bei Zimmertemperatur mehrere Monate halten, solange sie trocken und luftig stehen. Angeschnittene Kürbisse gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Regional kaufen, richtig lagern, Geld sparen
Wer regionales Lagergemüse in größeren Mengen beim Direktvermarkter kauft und zu Hause fachgerecht aufbewahrt, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Verpackungsmüll und häufige Einkaufsfahrten.

Ein gut sortierter Vorrat an heimischen Wintergemüsen macht die Küche flexibel und unabhängig von Importware oder Lebensmitteln aus beheizten Gewächshäusern.

Eine Übersicht mit Hofläden und Direktvermarktern in der Region finden Sie hier: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/lebensmittel-aus-der-region

Quelle: VZ Sachsen