Zoodirektor Karl-Heinz Ukena und Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende Annekatrin Klepsch nutzten den ersten Pressetermin des Jahres zunächst, um eine Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen und Ausblicke auf das neue Jahr zu geben. So sprach Karl-Heinz Ukena von einem „durchwachsenen Jahr 2025“, in dem der Zoo Dresden mit 492.513 Gästen 22.000 mehr Besucherinnen und Besucher als im Vorjahr begrüßen durfte. Sein größter Dank galt der Zoo-Mannschaft sowie der Landeshauptstadt Dresden, in deren Stadtrat eine breite Mehrheit zuletzt für eine weitere finanzielle Unterstützung des Zoos gestimmt hatte. Darüber hinaus dankte Ukena dem unermüdlichen Einsatz des Zoofreunde Dresden e.V. und der immensen Spendenbereitschaft vieler zooverbundener Menschen. In den nächsten Monaten wird nach dem Abriss des alten Terrariums die Giraffen- und Zebraanlage erweitert.

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Das rund 500.000 Euro teure Projekt ist ausschließlich spendenfinanziert und soll im Frühjahr umgesetzt werden. Auch Annekatrin Klepsch betonte die Dringlichkeit, dass es trotz aller Herausforderungen Aufgabe kommunaler Haushaltspolitik sei, dauerhaft in den Zoo zu investieren. Nur so könne der Bestand und die Attraktivität dieser Freizeiteinrichtung gesichert und weiterentwickelt werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung muss der Zoo aber auch neue Zielgruppen für sich begeistern und daher neue Impulse beispielsweise im Tourismussektor setzen.

Im Anschluss standen die tierischen Bewohner und vor allem die Extreme im Tierreich im Mittelpunkt. So wurde zunächst mit Hilfe von Annekatrin Klepsch das Gewicht zweier Aldabra-Riesenschildkröten ermittelt. Vier Tierpfleger waren nötig, um die Schwergewichte auf die Waage zu heben. Nachdem Annekatrin Klepsch das Gewicht von der Waage abgelesen hatte (Hugo II: 108 kg / Hugo III: 156 kg) nutzte sie noch schnell die Zeit für eine kleine Streicheleinheit für Hugo III. Danach unterstützte sie Tierpflegerin Steffi Silbermann bei der Längenermittlung einer weiblichen Malaiischen Riesenblattschrecke. Während Annekatrin Klepsch 11 cm verkündete, intervenierte die erfahrene Tierpflegerin noch einmal und schließlich einigten sich die beiden auf stattliche 12 cm. Die Riesenblattschrecken zählen zu den größten lebenden Insektenarten und können in einem Terrarium im Prof. Brandes-Haus beobachtet werden.

Orang Utan Daisy mit Jungtier Foto: Zoo DresdenOrang Utan Daisy mit Jungtier Foto: Zoo Dresden

Den Gegenpol zu diesen Giganten bildete eines der kleinsten Säugetiere weltweit – die Etruskerspitzmaus. Ein Paar der agilen – gerade einmal drei bis fünf cm großen und circa zwei Gramm schweren Tiere sind in einem Schaugehege im Zoo unter der Erde zu sehen. Im Zoo selbst leben zudem drei weitere Zuchtpaare hinter den Kulissen des Orang-Utan-Hauses, die bereits erfolgreich für Nachwuchs sorgten.
Neben der bereits erwähnten Erweiterung der Giraffen- und Zebraanlage wünschen sich Zoodirektor und Aufsichtsratsvorsitzende für den Zoo vor allem viele Besucherinnen und Besucher für 2026 und weiterhin ein großes bürgerliches Engagement für den Erhalt und die Entwicklung dieser einzigartigen und für Dresden wertvollen Kultur- und Freizeiteinrichtung.

Im Zoo Dresden leben unter anderem 60 Arten von Säuger, 79 Arten von Vögel und 19 Arten von Fische. Unter den besonderen Zuchtwrfolgen 2025 waren ein Sumatra-Orang-Utan Weibchen. Für 2026 sind folgende Zugänge geplant: Ein Pärchen Kleine Pandas.

Der Abriss des ehemaligen Terrariums und Erweiterung der Giraffen- und Zebraanlage soll ab Februar sein. Kostenvolumen: ca. 500.000 Euro

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Quelle: Zoo Dresden