Die Luftrettung ist ein wichtiger Bestandteil der schnellen Notfallversorgung in Deutschland, dies zeigen die Einsatzzahlen der DRF Luftrettung aus dem letzten Jahr. Der in Dresden stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung leistete im Jahr 2025 insgesamt 1.166 Einsätze, davon 1.014 in der Notfallrettung und 152 zum Transport kritisch kranker oder verletzter Patienten zwischen Kliniken. 2024 wurde Christoph 38 1.136-mal alarmiert. Die in Sachsen stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden von Januar bis Dezember 2025 zusammen 2.741-mal alarmiert.

Foto: Max PatzigFoto: Max Patzig

Häufigste Alarmierungsgründe zu Notfalleinsätzen der Hubschrauber waren wie in den Vorjahren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall: medizinische Notfälle, bei denen die schnelle Hilfe aus der Luft überlebenswichtig ist. Auch zu Unfällen und Stürzen wurden die rot-weißen Luftretter besonders oft alarmiert. 226-Mal kam die Rettungswinde zum Einsatz, um Patienten auch in schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich zu versorgen und auszufliegen: im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 41 Prozent.

Christoph38 Foto: Tim VölkelChristoph38 Foto: Tim Völkel

Führend in Deutschland: 24-Stunden-Notfallhilfe aus der Luft

An 13 Stationen der DRF Luftrettung waren die Besatzungen in 2025 rund um die Uhr einsatzbereit, an zwei weiteren Stationen mit erweiterten Randzeiten. Insgesamt ein Viertel ihrer Einsätze leisteten die Besatzungen dieser Stationen bei Dunkelheit. Dieser hohe Anteil zeigt deutlich: Der Bedarf nach schneller notärztlicher Hilfe aus der Luft ist auch außerhalb der Tageslichtzeiten gegeben, insbesondere im Herbst und Winter, wenn die Menschen auch nach Sonnenuntergang noch vielfach aktiv sind.

Die Luftrettung bei Dunkelheit sollte deshalb umfassender zur Verfügung stehen. „Das ist eine der zentralen Forderungen, die wir mit Nachdruck an die Politik richten“, unterstreicht Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung. „Eine umfassende und flächendeckende Notfallversorgung darf nicht von Tageszeiten abhängen. Technisch sind wir bereits heute an allen unseren Standorten in der Lage, auch nach Sonnenuntergang zu fliegen. Wir fordern daher eine bedarfsgerechte Erweiterung, die dem sozialen Leben gerecht wird – also sowohl die Ausweitung der Randzeiten als auch der 24-Stunden-Luftrettung. Notfälle kennen keine Uhrzeit.“

Quelle: DRF