Die Geschwindigkeitsüberwachung in Dresden leistet weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ziel aller Maßnahmen bleibt es, Unfälle zu verhindern, schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen und gefährliche Geschwindigkeitsüberschreitungen konsequent zu ahnden.
Stationäre Messanlagen: Weniger Verstöße registriert
Die stationären Geschwindigkeitsmessanlagen im Dresdner Stadtgebiet haben im Jahr 2025 insgesamt 76.980 Verstöße erfasst. Das sind rund 5,5 Prozent weniger als im Jahr 2024 mit 81.886 Verstößen.
Am häufigsten löste mit rund 14.000-mal (2024: 18.000) die Anlage an der Güntzstraße auf Höhe des Seniorenwohnheims aus. Es folgen die Messanlage auf der Waldschlößchenbrücke in Richtung Altstadt mit 9.579 Verstößen (2024: 9.079) sowie die Anlage auf der Pillnitzer Landstraße mit 5.520 Verstößen (2024: 7.619). Der Rückgang an mehreren Standorten zeigt, dass dauerhafte Kontrollen dazu beitragen können, die Geschwindigkeit anzupassen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
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Mobile Geschwindigkeitskontrollen: Flexible Einsätze an Gefahrenstellen
Die mobilen Messfahrzeuge des Ordnungsamtes haben im Jahr 2025 insgesamt 61.131 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Im Jahr 2024 waren es 42.371 Verstöße. Das entspricht einem Anstieg von 44 Prozent. Die beiden Fahrzeuge wurden gezielt an wechselnden Standorten im Stadtgebiet eingesetzt. Der deutliche Anstieg ist auf intensivierte Kontrollen und eine verstärkte Präsenz zurückzuführen.
Blitzeranhänger: Prävention durch sichtbare Präsenz
Mit den zwei teilstationären Geschwindigkeitsanhängern wurden im Jahr 2025 insgesamt 46.983 Verstöße festgestellt. Die Geräte haben sich damit erneut als wirksames Instrument für mehr Verkehrssicherheit erwiesen. Die Anhänger wurden alle sechs bis sieben Tage an neue Standorte versetzt. Sie kamen dabei gezielt dort zum Einsatz, wo ein erhöhtes Gefährdungspotenzial besteht – zum Beispiel vor Schulen, in der Nähe von Pflegeeinrichtungen oder an stark befahrenen Straßen. Auch Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern zu möglichen Standorten wurden berücksichtigt. Sofern die technischen Voraussetzungen gegeben waren, wurden diese Vorschläge bis auf wenige Ausnahmen umgesetzt.
Weitere Hinweise können per E-Mail an
Durch ihre gut sichtbare Platzierung wirken die Anhänger zudem vorbeugend: Viele Verkehrsteilnehmer reduzieren nachweislich ihre Geschwindigkeit. Aufgrund der positiven Erfahrungen plant die Landeshauptstadt Dresden ab dem zweiten Quartal 2026 die Anmietung eines weiteren baugleichen Anhängers. Neue stationäre Messanlagen sind für das laufende Jahr nicht vorgesehen.
Deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben Einzelfälle – aber mit hohem Risiko
Einzelne Fälle aus dem Jahr 2025 verdeutlichen, wie gefährlich überhöhte Geschwindigkeit insbesondere innerorts ist:
- April: im Tunnel Wiener Platz wurde ein Pkw mit 137 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen – eine Überschreitung um 87 km/h.
- Oktober: auf dem Terrassenufer wurde ein Fahrzeug mit 94 km/h bei zulässigen 30 km/h festgestellt.
- Juni: ein Pkw fuhr am Käthe-Kollwitz-Ufer in Höhe eines Pflegeheims 92 km/h statt der erlaubten 30 km/h.
Solche Geschwindigkeiten erhöhen das Unfall- und Verletzungsrisiko erheblich – insbesondere für Fußgänger und Radfahrer.
Auch bei einem Verkehrsunfall mit anschließender Fahrerflucht im Dezember 2025 spielte überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle: Der Unfallverursacher, welcher durch die Bußgeldbehörde identifiziert werden konnte, wurde wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt mit 104 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen.
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Einnahmen fließen in kommunale Aufgaben
Im Jahr 2025 nahm die Landeshauptstadt Dresden durch Verstöße im fließenden Verkehr 9,65 Millionen Euro ein. Im Jahr 2024 waren es 9 Millionen Euro. Zu den Verstößen zählen unter anderem Geschwindigkeitsüberschreitungen und Handyverstöße.
Die Einnahmen fließen in den städtischen Haushalt und werden für kommunale Aufgaben verwendet.
Fazit
Geschwindigkeitskontrollen dienen dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer, besonders der schwächeren. Sie sind kein Selbstzweck. Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen, dass gezielte und gut sichtbare Kontrollen vorbeugend wirken und schwere Regelverstöße konsequent verfolgt werden.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden