(ots) Der Rettungsdienst wurde in den vergangenen 72 Stunden in der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 767 Mal alarmiert. Die Notärzte kamen in Summe 210 Mal zum Einsatz. Der Rettungshubschrauber Christoph 38 wurde im Leitstellenbereich 12 Mal eingesetzt. Darüber hinaus wurden 276 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt. Losgelöst von der ausgeprägten Unwetterlage rückte die Feuerwehr Dresden am vergangenen Wochenende zu insgesamt 22 Brandeinsätzen aus. 57 Mal mussten die Einsatzkräfte Technische Hilfe leisten, welche jedoch nicht mit der Unwetterlage in Verbindung standen. Außerdem kam es zu neun Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen.
Foto: © FW Dresden
Das Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit dem Unwetter des gestrigen Tages hat sich beruhigt. Gegen 14 Uhr und gegen 21 Uhr zogen gestern schwere Gewitter mit Starkregen über das Stadtgebiet hinweg. Der Deutsche Wetterdienst erfasste im Bereich Dresden-Hosterwitz Niederschlagsmengen von 103 l/m2 und in Dresden-Strehlen von 99,7 l/m2. Diese Wassermengen führten zu zahlreichen Überflutungen von Straßen, Gebäuden und ließen zahllose Keller volllaufen. Die Feuerwehr Dresden war mit über 200 Einsatzkräften im Dauereinsatz und musste zu 326 Einsatzstellen ausrücken. Besonders hervorzuheben ist nicht nur das ehrenamtliche Engagement der Kameradinnen und Kameraden unserer 21 Stadtteilfeuerwehren, welche von der ersten Minute an gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr im Einsatz waren, sondern auch die bemerkenswerte Leistung der Disponentinnen und Disponenten in der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS). Allein im Zeitraum zwischen 14 Uhr und Mitternacht gingen in der Leitstelle weit über 1000 Notrufe ein.
Üblich sind an einem normalen Sonntag in der Regel etwa 560 Notrufe, die aus den Landkreisen Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und Meißen sowie der Landeshauptstadt Dresden in der IRLS eingehen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Beteiligten und Unterstützer aussprechen, die uns bei der Lösung der vielfältigen Herausforderungen unterstützt haben. Gegenwärtig sind Kräfte der Berufsfeuerwehr noch an drei Einsatzstellen im Einsatz. Allerdings ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Stunden immer wieder Einsatzstellen gemeldet werden, zu denen die Kolleginnen und Kollegen alarmiert werden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass bei einem Großteil dieser Alarmierungen ein Einsatz seitens der Feuerwehr nicht mehr notwendig ist, da die Beseitigung von Wasserschäden ohne Gefahr für Personen oder die Infrastruktur in den Zuständigkeitsbereich des bzw. der jeweiligen Eigentümer fällt..
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Quelle: Feuerwehr Dresden