Die Elbüberfahrten prägen die Geschichte Coswigs seit vielen Jahrhunderten. Bereits im Jahr 1013 wurde Brockwitz, 1203 Kötitz und 1393 Gauernitz in historischen Aufzeichnungen erwähnt. Seit dieser Zeit versuchten die Menschen dieser Dörfer, die Elbe zu überqueren. Da nicht jeder ein Boot besaß, wurden Fähren eingerichtet, die gegen Bezahlung die Menschen von einem Ufer zum anderen beförderten.
Foto Kötitz: Claus Preußel
Das derzeit im Einsatz befindliche Fährschiff „Kötitz“ wurde 1969 mit dem damaligen Schiffsnamen „20. Jahrestag 1969“ in Betrieb genommen. Es war damals ein zeitgemäßes, modernes und vor allen Dingen robustes Schiff der Scharfenbergklasse. Das erste Schiff dieser Serie war der „Silberpfeil“ aus Scharfenberg. Es wurde – wie auch die Schwesterschiffe – in der traditionsreichen Schiffswerft Dresden-Laubegast gebaut.
Nun, nach 57 Jahren ständigem Einsatz bei Wind und Wetter, darf die „Kötitz“ in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Durch die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH wird sie durch ein hochmodernes Fährschiff mit Elektroantrieb und entsprechender elektronischer Steuerung ersetzt.
Das neue Fährschiff ist umweltfreundlich und wieder zeitgemäß ausgestattet. Es bietet zudem dem Fährpersonal wesentlich bessere Arbeitsbedingungen. Um das neue Fährschiff in Betrieb nehmen zu können, werden auch modernere Anlegestellen benötigt. Auf Coswiger Seite wird dafür die Ladeinfrastruktur für das Schiff installiert.
Archiv der Stadt Coswig
Auf Coswiger, insbesondere aber auf der Gauernitzer Seite werden darüber hinaus die Rampen, auf denen die Anlegestellen bewegt werden, umgebaut und an die aktuelle Flussgestaltung angepasst. Um all diese Arbeiten effizient und zügig durchführen zu können, ist eine Vollsperrung des Fährverkehrs leider unvermeidbar.
Daher erfolgt vom 12. April bis 26. Juni 2026 kein Fährverkehr.
Alternativ können die Elbbrücke Niederwartha oder die Brücken in Meißen genutzt werden. Wir bitten die Fährgäste um Verständnis und bemühen uns gemeinsam mit der VGM und den anderen Beteiligten um einen zügigen Bauablauf.
Quelle: Stadtverwaltung Coswig