Seit den letzten Wochen häufen sich Berichte über betrügerische Anrufe, bei denen die Täter darauf setzen, dass die Angerufenen mit „Ja“ antworten. Dieses perfide Vorgehen zielt darauf ab, durch eine scheinbar harmlose Zustimmung rechtliche Verpflichtungen oder Abonnements zu erschleichen.
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Die Masche ist einfach und dennoch äußerst gefährlich: Die Betrüger kontaktieren die Opfer meist telefonisch und stellen scheinbar harmlos formulierte Fragen, bei denen eine „Ja“-Antwort fast automatisch von den Lippen geht und als Einwilligung interpretiert wird. In einer aktuellen Warnung eines Bürgermeisters geht es darum, dass Betrüger anrufen und sich als Bürgermeister ausgeben. Nach der erfolgreichen Herstellung der Telefonverbindung kommt eine Bandansage: „Guten Tag, hier ist Markus Weber, verstehen Sie mich laut und deutlich“ in der Hoffnung, dass der Angerufene mit „Ja“ antwortet.
Oft geht es aber um vermeintliche Gewinnspiele, Verträge oder Dienstleistungen, die gar nicht gewünscht wurden. Wer dabei unbedacht zustimmt, gerät schnell in einen Vertrag, dessen Kündigung oft schwierig ist.
Experten raten dringend, am Telefon keine spontanen Zustimmungen zu geben. Im Zweifelsfall sollte man das Gespräch höflich beenden und keine persönlichen Daten preisgeben. Behörden und Verbraucher-zentralen empfehlen zudem, Telefonnummern zu überprüfen und im Zweifelsfall die Nummer zurückzurufen, um sich über die Echtheit des Anrufs zu vergewissern. Das kann aber schwierig werden, wenn es sich um eine unterdrückte Nummer handelt.
Betrugsanrufe sind kein Kavaliersdelikt – sie können hohe finanzielle Schäden verursachen. Bleiben Sie wachsam und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Ein einfaches „Ja“ kann weitreichende Folgen haben. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen, indem Sie diese Information teilen und so sensibilisieren.
Für weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Betrugsanrufen stehen Ihnen Verbraucherzentralen und Polizei Beratungsstellen zur Verfügung.