Über Jahrhunderte galt die Festung Königstein als uneinnehmbar. Heute möchte sie als einer der Vorreiter im barrierefreien Kulturtourismus in Sachsen möglichst allen Menschen den Zugang ermöglichen. Der Deutsche Tourismusverband würdigt dieses Engagement. Als eine von zehn touristischen Initiativen deutschlandweit ist das Projekt „Festung für alle – Inklusion als Schlüssel für nachhaltigen Kulturtourismus“ für den Deutschen Tourismuspreis 2026 nominiert.
Festung Königstein barrierefrei Foto: Integrativ-aktiv
„Die Nominierung bestätigt unseren Weg allumfassender Inklusion“, sagt André Thieme, Geschäftsführer der Festung Königstein gGmbH. „Die Festung Königstein steht als Originalschauplatz und als Museum für erlebbare Geschichte. Unser Anspruch ist es, das, was dieser außergewöhnliche Ort zu erzählen hat, allen Besuchern zugänglich zu machen – unabhängig von Alter, körperlichen und geistigen Voraussetzungen oder individuellen Einschränkungen.“
Besucherin Lisa Hösel testet den Sensory Bag auf der Festung Königstein. Zum Inhalt des Rucksacks gehören unter anderem ein Akupressurring, ein Fidget Spinner, geräuschdämpfende Kopfhörer und weitere sensorische Hilfsmittel für einen reizarmen Museumsbesuch. Foto: Marko Förster/ Festung Königstein
Insgesamt 57 Projekte wurden in diesem Jahr für den Deutschen Tourismuspreis eingereicht. Eine Expertenjury hat aus allen Beiträgen die zehn überzeugendsten Projekte ausgewählt. Sie zeichnen sich durch Innovationskraft, Mut und Qualität aus und gelten als wegweisend für den Deutschlandtourismus.
Unter dem Leitgedanken „Eine Festung für alle“ entwickelt die Festung Königstein ihre barrierefreien Angebote seit Jahren konsequent weiter. Dazu zählen bauliche Maßnahmen ebenso wie inklusive Vermittlungsangebote, Bereitstellung barrierearmer Informationen sowie eine enge Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen und Fachverbänden. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und allen Gästen eine gleichberechtigte kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.
Dr. Jan Blüher, Geschäftsführer des Dresdner Startups VisorApps, testet auf der Festung Königstein das Blindenleitsystem mit Smartphone und Langstock. Der selbst blinde Experte hat die Anwendung „blindFind“ mitentwickelt.Foto: Marko Förster / Festung Königstein
Als eines der zehn nominierten Projekte stellt sich die Festung Königstein Anfang September in einer nicht öffentlichen Präsentation der Jury vor. Die fünf Finalisten, die um die Jurypreise sowie den ADAC-Publikumspreis konkurrieren, werden im Oktober bekannt gegeben. Über den Publikumspreis entscheidet eine öffentliche Online-Abstimmung. Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Leipzig statt.
Quelle: Festung Königstein gGmbH