Mehr als 25.800 Menschen haben über das Beteiligungsportal „carolaVOTE“ ihre Meinung zu den vier Entwürfen für den Wiederaufbau der Carolabrücke abgegeben und ihren Favoriten ausgewählt. Dabei liegt der Entwurf der ARGE FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft in der Rangfolge knapp auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt der Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects. Die Entwürfe von Ingenieurbüro GRASSL GmbH und gmp Architekten sowie Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS folgen mit deutlichem Abstand auf den Plätzen drei und vier. Die Beteiligung lief vom 13. Juni bis 28. Juli 2026.

© FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft© FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft


Statements der Planungsbüros zum jeweiligen Entwurf:

FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft
„Das Besondere an unserem Entwurf der Carolabrücke 3.0 ist die Neuinterpretation der charakteristischen Bögen der historischen Carolabrücke 1.0 in Verbindung mit der konstruktiven Leichtigkeit und Klarheit der Carolabrücke 2.0. Aus diesen Qualitäten entsteht eine zeitgemäße, leichte und zugleich klassische Brücke für Dresden, die traditionelle Brückenbaukunst mit moderner Ingenieurskunst verbindet. Die Bögen verleihen der Brücke ihre besondere Eleganz und fügen sie selbstverständlich in die Familie der Dresdner Elbbrücken ein. Gleichzeitig prägen sie die Wahrnehmung der Brücke im Dresdner Elbtal und stärken ihre stadträumliche Identität. Die besondere Transparenz der Konstruktion ermöglicht freie Blickbeziehungen auf die Dresdner Altstadt sowie entlang der Elbe. Auch unterhalb der Brücke bleiben die Sichtbeziehungen zwischen den Uferseiten offen und durchlässig. Die Carolabrücke 3.0 ist eine Brücke, die aus dem Ort heraus entwickelt wurde und sich selbstverständlich in die Dresdner Stadtsilhouette einfügt.“



So lief die Beteiligung
Über „carolaVOTE“ konnten Interessierte die vier Entwürfe anhand verschiedener Kriterien bewerten und anschließend ihre persönliche Rangfolge festlegen. Das Beteiligungsportal war nicht repräsentativ angelegt. Fünf von sechs Teilnehmern kamen aus Dresden. Die finale Rangfolge entspricht der Rangfolge aller Teilnehmer. Auch Kinder und Jugendliche bewerteten die Entwürfe in derselben Reihenfolge. Dabei fiel die Zustimmung zum Entwurf von FHECOR/TSSB bei den jungen Teilnehmern noch deutlicher aus.

Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurden unter anderem an 17 Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen Workshops durchgeführt. Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse lernten dort die vier Entwürfe kennen und erhielten Unterstützung bei der Teilnahme an „carolaVOTE“.

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Großes Interesse an Ausstellung und Veranstaltungen
Ein weiterer Baustein der Öffentlichkeitsbeteiligung waren die Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung zu den vier Entwürfen im Stadtforum. Sowohl die zweimal wöchentlich angebotenen Rundgänge als auch die thematischen Brückencafés einmal wöchentlich stießen auf großes Interesse.

Auch die Feedbackwand in der Ausstellung wurde rege genutzt. Mehr als 300 Karten wurden beschrieben. Die Hinweise bezogen sich vor allem auf die Gestaltung, die Aufenthaltsqualität, den Verkehr und die Anbindung, den Radverkehr sowie den Wiederaufbau der Carolabrücke. Am häufigsten wurde die Anzahl der Fahrspuren kommentiert.

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Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse von „carolaVOTE“ und die Empfehlung des Expertengremiums vom 10. Juni 2026 fließen in die Sitzung des Begleitgremiums am Dienstag, 18. August 2026, ein. Das Begleitgremium wird auf dieser Grundlage eine Empfehlung für an den Stadtrat abgeben. Der vom Begleitgremium empfohlene Siegerentwurf bildet die Grundlage für den Beschlussvorschlag in der Stadtratsvorlage.
Der Stadtrat entscheidet am 3. September 2026 über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams für den Wiederaufbau der Carolabrücke.