Fragt man betagte Dresdner nach der bekanntesten Straßenbahn in der sächsischen Landeshauptstadt, kommt fast reflexartig die Antwort der „Hecht“. Ein letztes fahrfähiges Exemplar des „Großen Hechtes“ findet sich noch im Straßenbahnmuseum. Doch nun fährt auch das nicht mehr. Im Rahmen der vorgeschriebenen Hauptuntersuchung wurden Schäden festgestellt, die eine komplette Überholung des Wagenkastens erfordern. Das können die ehrenamtlichen Mitglieder im Verein nicht in ihrer Freizeit leisten. Hier ist professionelle Hilfe notwendig. Zwar haben die Ehrenamtler bereits eine Spezialfirma in der Oberlausitz dafür gewonnen, doch reicht das bisher gesammelte Geld nicht aus.

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Deshalb sind die Museumsmitglieder auf der Suche nach Sponsoren, die ein Herz für die einzigartige historische Straßenbahn haben und sich finanziell an der Rekonstruktion beteiligen. Einzelheiten zu den Spenden findet man auf der Homepage des Museums unter www.strassenbahnmuseum-dresden.de/spenden. Ziel der Vereinsmitglieder ist es, den „Großen Hecht“ innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder aufzubauen und zum 100. Geburtstag in alter Schönheit der Stadtgesellschaft präsentieren zu können.           

Großer Hecht im Verkehrsmuseum Dresden  © Gunter GallGroßer Hecht im Verkehrsmuseum Dresden © Gunter Gall

In Dresden entwickelt und ab 1931 in Sachsen gebaut, galt der Hecht-Wagen seinerzeit als modernste Straßenbahn der Welt und technisch seiner Zeit voraus. Die dynamische Fahrleistung, eine fortschrittliche Steuerung und hoher Fahrgastkomfort machten den „Großen Hecht“ schnell zum beliebten Fortbewegungsmittel in Dresden. Das schnittige Äußere und die spitz zulaufende Fahrzeugfront gaben ihm seinen Namen. Ab 1934 folgte eine zweite, etwas kürzere Version, die den Namen „Kleiner Hecht“ erhielt. Die Hecht-Wagen prägten das Dresdner Stadtbild der Vor- und Nachkriegszeit und waren Sinnbild eines modernen Nahverkehrs.      

 Quelle: DVB AG