(ots) Die Feuerwehr Dresden wurde zu einem Verkehrsunfall im Bereich der Kreuzung Fritz-Löffler-Straße/Reichenbachstraße alarmiert. Gemeldet wurde eine Person unter einer Straßenbahn. Bereits während der Anfahrt bestätigte sich die Lage. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte mussten feststellen, dass die betroffene Person durch das Unfallgeschehen tödliche Verletzungen erlitten hatte. Der Einsatz wechselte daher von einer Rettungs- zu einer Bergungsmaßnahme. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesichert und in zwei Einsatzabschnitte gegliedert.
© Roland Halkasch Feuerwehrleute beim maximalen Anheben der Straßenbahn
Während ein Abschnitt die technische Bergung vorbereitete, kümmerte sich ein weiterer Abschnitt um die Betreuung von Zeuginnen und Zeugen sowie weiterer betroffener Personen. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der verstorbenen Person wurde ein großflächiger Sichtschutz errichtet. Da der fließende Verkehr im Bereich der Einsatzstelle wiederholt zu gefährlichen Situationen führte, veranlasste die Feuerwehr eine Vollsperrung der stadtauswärtigen Fahrtrichtung der Fritz-Löffler-Straße. Die Absperrmaßnahmen wurden im weiteren Einsatzverlauf durch die Polizei übernommen. Besondere Aufmerksamkeit galt der psychosozialen Betreuung der Betroffenen. Zwei Kinder, die das Szenario beobachtet hatten, wurden bis zum Eintreffen der Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) durch Einsatzkräfte betreut. Auch der Triebfahrzeugführer der Straßenbahn erhielt zunächst Betreuung durch Feuerwehrkräfte und anschließend durch die PSNV.
Für die Bergung der verstorbenen Person musste ein Geländer am Bahnsteig teilweise demontiert werden. In enger Zusammenarbeit mit Fachkräften der Dresdner Verkehrsbetriebe wurde die Straßenbahn im Frontbereich angehoben, um die Bergung zu ermöglichen. Nach Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme und der Dokumentation durch die Verkehrsunfallforschung wurde die Einsatzstelle gereinigt und an die Polizei sowie die Dresdner Verkehrsbetriebe übergeben. Die Ermittlungen zur Unfallursache werden durch die Polizei geführt.
Im Einsatz befanden sich 47 Kräfte der Feuerwehr- und Rettungswachen Altstadt, Albertstadt und Striesen, der Psychosozialen Notfallversorgung sowie der B-Dienst.
Die Feuerwehr Dresden bittet darum, an Einsatzstellen mit schweren Unfallereignissen die Absperrungen zu beachten und den Einsatzkräften ausreichend Raum für ihre Arbeit zu lassen. Dies dient sowohl der Sicherheit aller Beteiligten als auch dem Schutz der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen und Angehörigen.
Quelle:Feuerwehr Dresden